Ein Angebot der NOZ

Arbeiten an der Lerchenstraße SV Baris Delmenhorst baut neues Kabinengebäude

Von Lars Pingel | 29.02.2016, 12:45 Uhr

Auf der Anlage des SV Baris Delmenhorst an der Lerchenstraße haben die Bauarbeiten für eine neue Umkleidekabine begonnen. Die Vorstandsmitglieder Cengiz Caki und Deniz Bastürk träumen davon, dass dort irgendwann auch die Geschäftsstelle des Vereins entsteht.

Der SV Baris Delmenhorst hat viel zu tun. Das zeigt ein Blick auf die Internetseite des Vereins – und ein Besuch der Sportplätze des Klubs. Dass der Verein seine Internetpräsenz überarbeitet, ist allerdings weit weniger eindrucksvoll als das Geschehen an der Lerchenstraße. Dort sind die Bauarbeiten an dem neuen Kabinengebäude in vollem Gang. Sehr zur Freude des Vorsitzenden Cengiz Caki, einer der Gründerväter des SVB. „Seit fünf Jahren lief die Planungsphase“, erzählte er. Dabei ist ihm die Erleichterung darüber, dass diese abgeschlossen ist, deutlich anzumerken. Mit dem Neubau werde ein großes Problem gelöst.

Moderne Sanitäranlagen

Der SV Baris ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen: 2013 hatte er noch 173 Mitglieder, 2014 dann 220 und Ende 2015 schließlich 225. Mit zwölf Mannschaften nimmt er am Spielbetrieb teil. Er stellt Juniorenteams bis zur F-Jugend und schickt auch ein Mädchenteam auf Punkte- und Torejagd. Vor dem Training oder den Spielen können sich die Baris-Mannschaften (noch) nur in zwei Kabinen umziehen und duschen. „Die Mädchen mussten vor ihren Spielen sogar warten, bis die Jungs fertig waren und umgekehrt“, sagte Deniz Bastürk, 2. Vorsitzender des Klubs. Hinzu käme, dass das alte Gebäude nicht nur zu klein ist, sondern auch nicht mehr „dem heutigen Stand entspricht“ und dass Schimmel in den Wänden die weitere Benutzung im Grunde unmöglich macht.

Auf 326 Quadratmetern entstehen am Lerchenweg nun vier Kabinen mit modernen Sanitäranlagen. Außerdem wird es ein kleines Büro und Lagerräume geben, um den Trainings- und Punktspielbetrieb zu ermöglichen. Geplant wurde das Gebäude von Bastürk. Er ist Architekt und übernahm auch die Bauleitung. Unterstützt wird er von Caki.

2014 war an der Lerchenstraße schon eine Flutlichtanlage installiert worden, außerdem wurde das Fußballfeld verlegt, um Platz für das jetzt entstehende Gebäude zu schaffen. Das gesamte kostet 700000 Euro, der Verein wird von der Stadt einen Zuschuss von 300000 Euro erhalten. Den Rest trägt der Verein mit Krediten und mit Hilfe von Sponsoren. Außerdem engagieren sich außer Bastürk und Caki viele weitere Mitglieder, indem sie Arbeiten übernehmen.

Hoffnung wird nicht aufgegeben

So sehr sich die beiden SVB-Vorstandsmitglieder über die Fortschritte, die der Bau macht, auch freuen; ein ganz kleiner Wermutstropfen bleibt. „Wir hätten gerne ein Vereinsheim und die Geschäftsstelle in das Gebäude integriert“, bestätigt Caki. „Wir brauchen einfach eine Heimat. Einen Ort, an dem wir für jeden zu finden sind und an dem unsere Mitglieder sind. Das ist der Platz an der Lerchenstraße.“ Die Geschäftsstelle des Klubs befindet an der Louisenstraße 5, etwa eineinhalb Kilometer entfernt vom Lerchenweg. Dort teil sich der SV Baris die Räume mit dem Verein der Arbeiter und Jugendlichen. „Das Baurecht erlaubt an der Lerchenstraße nur Anbauten, die dem Sport dienen“, erklärte Bastürk, warum der lange gehegte Traum der Baris-Verantwortlichen nicht erfüllt werden kann. Die Hoffnung geben sie aber nicht auf, sagen sie. Erfüllt sie sich dann doch irgendwann, dürfte die kleine Umbauarbeit an der Internetseite, die dann wieder notwendig wäre, ziemlich schnell erledigt sein.