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Atlas-Stürmer überall gefährlich Dominik Entelmann, viel mehr als ein Torgarant

Von Klaus Erdmann | 13.11.2015, 21:50 Uhr

Altas-Stürmer Dominik Entelmann freut sich auf das Derby beim TSV Ganderkesee. Trainer Jürgen Hahn betont, dass die Arbeit mit dem 33-Jährigen Spaß mache.

In der vergangenen Saison sind Dominik Entelmann 32 Buden gelungen und jetzt – nach 14 Punktspielen, von denen er elf bestritten hat – befinden sich auch schon wieder zwölf Treffer auf dem Konto des Atlas-Angreifers. Da drängt sich der Begriff „Torgarant“ auf. Ist ja auch eine passende Beschreibung für einen wie ihn, der Gegenspieler und Torhüter zuweilen verzweifeln lässt. Doch es ist eine unzureichende Charakterisierung und es wäre falsch, „Domo“ auf die Fließband-Torproduktion zu reduzieren. Denn der Leistungsträger des Bezirksliga-Ersten ist auch Zulieferer, Lückenreißer, Ausgangspunkt torgefährlicher Szenen.

Einer, der es wissen muss, bestätigt diese Aussage. „In der Vergangenheit war er oft unsere einzige Sturmspitze und wir waren stark abhängig von ihm“, sagt Cheftrainer Jürgen Hahn. Jetzt habe man im Kader und in der Offensive mehrere Optionen. „Und er hat außen, als hängende Spitze oder ganz vorne gut gespielt“, betont Hahn, der Entelmann bereits seit fünf Jahren kennt. „Wir haben auch in Stenum toll zusammengearbeitet. Domo setzt das, was wir besprechen, gut um. Es macht Spaß mit ihm zu arbeiten.“

Der Angreifer Dominik Entelmann ist gelernter Mittelfeldstürmer

Der Spieler sagt, er habe sich an die neue Rolle ein wenig gewöhnen müssen. Probleme gab es aber nicht: „Ich bin ja gelernter Mittelfeldspieler.“ Er habe jahrelang hängende Spitze oder auf der „Zehn“ gespielt. Dann sei er vorne reingerutscht. Entelmann: „Es macht alles Spaß.“

Die Begegnung am Sonntag beim TSV Ganderkesee betrachtet er nicht als normales Spiel. „Derbys sind immer etwas Besonderes. Ich empfinde das jedenfalls so. Man kennt sich und geht an ein solches Spiel anders ran als sonst“, so der Gebäude- und Energie-Elektroniker. Der Tabellenstand spiele in den Derbys keine Rolle.

Gleiches gilt für die Anzahl der Saisontore. „30, 35 Tore? Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich habe keine Marke gesetzt“, unterstreicht er, der kürzlich 33 Jahre alt geworden ist. Es sei schöner, wenn man das Toreschießen auf mehrere Schultern verteilen könne. „Das“, sagt er, „ist für mich angenehmer.“

Für „Domo“ Entelmann ist die Meisterschaft noch längst nicht entschieden

Seine Mannschaft, der SV Atlas, ist in den ersten 14 Punktspielen ungeschlagen geblieben und weist gegenüber der Konkurrenz einen beruhigenden Vorsprung auf. Was kann den Aufstieg noch verhindern? „Einiges“, antwortet Entelmann. „Es sind noch ganze 16 Spiele.“ Der Aufstieg sei kein Selbstläufer. Das habe man in Abbehausen und Heidmühle (jeweils 1:1) gesehen. Der Routinier: „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Wenn wir die Vorgaben umsetzen, sollte es eigentlich klappen.“

Worte, die Hahn voller innerer Begeisterung hören dürfte. Fragt man Spieler und Trainer nach ihrem „ganz besonderen Ganderkesee-Erlebnis“, so erinnern sie an den 4. August 2013. TSV gegen SVA. Kreisliga-Auftaktspiel. 800 Zuschauer am Immerweg. Hahns erstes Punktspiel als Atlas-Trainer. Delmenhorst siegt 2:1. Führung durch Marc Pawletta. 1:2 durch Apostolos Papakostas in der Nachspielzeit. Das zwischenzeitliche 2:0 erzielte Dominik Entelmann, der eben auch ein Torgarant ist.