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Aufsteiger unterliegt Badenstedt 20:29 – HSG Hude/Falkenburg zahlt Lehrgeld

Von Richard Schmid | 20.09.2015, 23:52 Uhr

Die HSG Hude/Falkenburg läuft bei der 20:29 (9:12)-Niederlage gegen die HSG Hannover-Badenstedt nach einem guten Start den Gästen immer einem Rückstand hinterher. Am Ende müssen die Drittliga-Handballerinnen dem hohen Tempo der Gäste Tribut zahlen.

Ein wenig Hoffnung hatten sie schon, die Spielerinnen der HSG Hude/Falkenburg. Nach dreijähriger Abstinenz aus der 3. Liga wollten sie ihr erstes Spiel nach dem Wiederaufstieg erfolgreich gestalten. Und gut zwölf Spielminuten sah es tatsächlich so aus, als könnten die Gastgeberinnen das Spiel gegen die HSG Hannover-Badenstedt offen gestalten. Immerhin brauchten die Gäste bis zu dieser Minute, um erstmals selbst in Führung zu gehen. Eine Führung, die Hannover bis zum Schlusspfiff nicht mehr abgab. Am Ende setzte es für die Mannschaft von Trainer Thorsten Stürenburg gegen die läuferisch besseren und technisch versierteren Gäste eine deutliche 20:29 (9:12)-Niederlage.

Stürenburg ärgert sich über unnötige Gegentore

„Wir haben in der zweiten Halbzeit zu viele Bälle leichtfertig weggeschmissen“, meinte Stürenburg. „Dadurch haben wir zahlreiche unnötige Tore eingefangen.“ Allerdings stellte sich mit den Gästen am Huder Bach ein Gegner vor, der zu den Mitfavoriten in Liga 3 zu zählen ist. Zahlreiche Spielerinnen, die bereits in der Bundesliga bzw. in der Jugendbundesliga Erfahrung sammelten, gehören dem Team an. Und diese Erfahrung brachte letztlich den Ausschlag zugunsten der Gäste, die allein in den letzten fünf Spielminuten ihren Vorsprung von fünf auf neun Tore ausbauten.

Hude/Falkenburg startet gut

In der Anfangsphase eines phasenweise sehr ruppigen Spiels – auf beiden Seiten setzte es insgesamt jeweils sechs Zeitstrafen – zeigten sich die Huder von seiner besten Seite. Bereits in der ersten Minute setzte Jessica Galle den ersten Treffer, bezeichnenderweise mit einem Siebenmeter. Es dauerte immerhin bis zur siebten Minute, bevor die Gäste den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielten. Vor allem die variable 3:2:1-Abwehr der Huderinnen ließ nur wenig zu.

Wenig Treffer in der Anfangsphase

Allerdings verfügte Hannover ebenfalls über eine überaus solide Abwehr, mit der die Gäste ein ums andere Mal erfolgreiche Torwürfe der Gastgeberinnen verhinderten. Folgerichtig war die Trefferausbeute auf beiden Seiten zunächst erstaunlich gering. Lediglich sieben Treffer fielen bis Mitte der ersten Halbzeit. Auch danach gestalteten sich die Angriffsbemühungen auf beiden Seiten sehr mühsam.

Hude/Falkenburg zur Pause mit drei Toren zurück

Gleichwohl hatten die „jungen Wilden“, wie sich das Team aus Hannover selbst bezeichnet, das Spiel mehr und mehr im Griff und warfen schnell einen Drei-Tore-Vorsprung heraus. Als Hude/Falkenburg gegen Ende der ersten Halbzeit noch einmal auf 8:9 herankam, keimte bei den rund 160 Zuschauern kurzzeitig die Hoffnung auf, dass die Stürenburg-Sieben das Spiel noch einmal drehen könnte. Doch die Hoffnung trog, in den letzten zwei Spielminuten stellten die Gäste den alten Abstand wieder her – 12:9.

Hannover-Badenstedt mit irrwitzigem Tempo

Nach der Pause hatten die Gastgeber nicht mehr viel zuzusetzen. Leichtfertig vertändelten sie Bälle, so mancher vielversprechende Angriff versandete aufgrund eigener Konzentrationsmängel. In der Tat, das Spiel hatte Kraft gekostet. Immerhin legten die Gäste über 60 Minuten ein phasenweise irrwitziges Tempo an den Tag, das Hude am Ende nicht mehr mitgehen konnte.

Jetzt drei Auswärtsspiele

„Immer dann, wenn wir unsere Fehler minimierten, haben wir gut mithalten“, bilanzierte Stürenburg, dessen Team nun vor drei schweren Auswärtsspielen hintereinander steht. Erst am 18. Oktober hat Hude im Spiel gegen den TV Oyten wieder ein Heimrecht.