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Aufstiegsspiele zur Verbandsliga TS Hoykenkamp muss einen Sieben-Tore-Rückstand aufholen

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 27.05.2017, 01:32 Uhr

Die Handballer der TS Hoykenkamp haben am Freitagabend das Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur Verbandsliga bei der SG Achim/Baden II mit 21:28 (10:17) verloren. Die entscheidende zweite Partie wird an diesem Samstag, 26. Mai, ab 19 Uhr in der Halle Heide ausgetragen.

Das wird schwer. Die Handballer der TS Hoykenkamp müssen an diesem Samstag ab 19 Uhr in „ihrer“ Halle Heide einen Sieben-Tore-Rückstand wettmachen, wenn sie den Sprung in die Verbandsliga schaffen wollen. Sie haben am Freitagabend das Hinspiel der Aufstiegsrelegation bei der SG Achim/Baden II mit 21:28 (10:17) verloren. „Wir haben im Angriff zu wenig Durchschlagskraft gezeigt“, sagte TSH-Trainer Martin Wessels. „Wir hatten allerdings auch Pech bei einigen strittigen Entscheidungen der Schiedsrichter.“

Achim/Baden zeigt starke Abwehrleistung

Die Gastgeber, Dritter der Landesliga Bremen, gingen den ersten Vergleich mit dem Vizemeister der Weser-Ems-Staffel hochmotiviert an. Das zeigte sich vor allem in ihrer Abwehrarbeit. Vom Anpfiff an stemmten sich die SG-Spieler dort der TSH mit riesengroßem Einsatz entgegen, gingen bis an die Grenzen des Erlaubten. Das zeigte die wohl erhoffte Wirkung: Die Hoykenkamper waren beeindruckt. Sie fanden in der Offensive nicht zu ihrem Rhythmus. Für die Hoykenkamper Angreifer kam erschwerend hinzu, dass SG-Torwart Hendrik Obermeyer eine starke Leistung ablieferte, mit der er die Keeper der TSH in den Schatten stellte.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (3:3, 7.) kam auch der SG-Angriff um die überragenden Rückraumspieler Tobias Naumann (4 Tore) und Jan Wolters (6), die als Torschützen und Anspieler überzeugten, in Schwung. Die SG riss mit schnellen Kombinationen immer wieder Lücken in die TSH-Defensive. So setzten sich die Gastgeber über ein 11:6 (20.), ein 11:8 (21.) bis zur Pause auf 17:10 ab.

TSH kassiert zehn Minuten lang keinen Gegentreffer

Nach dem Seitenwechsel funktionierte die TSH-Abwehr dann plötzlich tadellos. Zehn Minuten lang ließ sie keinen Treffer der SG zu. Das Problem war, dass sich die Hoykenkamper, für die Sebastian Rabe (6/5) die meisten Tore warf, im Angriff weiter sehr, sehr große Probleme hatten, in gute Wurfpositionen zu kommen. Sie setzten gegen das Bollwerk der Gastgeber zu oft auf Einzelaktionen, die allerdings meist erfolglos blieben. Deshalb verkürzten sie ihren Rückstand nur bis auf 13:17. „Wir hatten zu viel Respekt vor dem Gegner“, erklärte TSH-Außen Tim Streckhardt, der vier Treffer erzielte. „Allerdings hatten wir auch viel Wurfpech.“ In der Tat trafen die Hoykenkamper einige Male nur den Pfosten oder die Latte. Auch das trug dazu bei, dass die TSH ihre Gastgeber in der nun ausgeglicheneren Partie wieder ziehen lassen musste. Nach dem 15:21 (47.) war das Hinspiel entschieden. Aufgeben ist aber nicht die Sache von Wessels und seiner Mannschaft. „In der zweiten Halbzeit haben wir deutlich besser gespielt“, sagte er: „Ich hoffe, dass wir uns im Heimspiel von unserer besten Seite zeigen.