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Außerordentliche Versammlung TV Hude baut neue Leichtathletikanlagen

Von Lars Pingel | 15.09.2016, 19:45 Uhr

In einer außerordentlichen Versammlung machten Mitglieder des TV Hude den Weg für die Erneuerung der Leichtathletikanlagen auf dem Sportplatz Huder Bach frei. Der Verein trägt 20 Prozent der Baukosten.

Die symbolische Verwendung des Satzes „Der Startschuss ist gefallen“ passte selten so gut. Am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr sprachen sich 30 Mitglieder des TV Hude während einer außerordentlichen Versammlung einstimmig für eine Beschlussvorlage des Vereinsvorstands aus, die es möglich macht, mit der Sanierung und Erneuerung der Leichtathletikanlagen auf dem Sportplatz Huder Bach zu beginnen.

Vier Vereine arbeiten zusammen

Die Sanierung der Leichtathletikanlagen, die vom Vereins-, Schul- und privatem Breitensport genutzt wird, gehört zu einem Projekt, das die vier Vereine, der TV Hude, der FC Hude, der TuS Vielstedt und die SF Wüsting-Altmoorhausen gemeinsam seit mehreren Jahren und seit 2014 intensiv vorantreiben. „Die Gemeinschaft ist intakt. Wir haben ein super Klima“, sagte der TVH-Sportreferent Felix Lingenau. Am Huder Bach sollen ein Kunstrasenplatz, eine Flutlichtanlage und eine neue Leichtathletikanlage entstehen. Der FC Hude baut den Kunstrasenplatz und die Flutlichtanlage, der TV Hude die Leichtathletikanlage, erklärte Andreas Otte, Steuerberater der beiden Vereine, am Donnerstag. Eigentümer bleibt die Gemeinde Hude. Durch die Beteiligung der Sportvereine sei es möglich, Zuschüsse vom Landessportbund (LSB) zu erhalten. Otte stellte mit der Vorsitzenden Marlies Pape und Lingenau die Planungen vor.

Sanierungen ermöglichen Wettkämpfe

Der Kunstrasenplatz löst Kapazitätsprobleme und senkt Unterhaltungskosten, erklärte Lingenau. Auf der Leichtathletikanlage werde ein „Qualitätsproblem“ gelöst. Ihr Zustand sei so schlecht, dass dort eigentlich nicht mehr trainiert werden kann. Durch die Sanierung „können wir Leichtathletik überhaupt wieder betreiben“, sagte Lingenau. Zudem gibt es dann auch die Möglichkeit, kleinere Wettkämpfe auszurichten.

Auf der Anlage am Vielstedter Kirchweg sollen vier 400-Meter-Rundbahnen, sechs 100-Meter-Bahnen, zwei Weitsprung- und eine Dreisprunganlage, eine Hochsprunganlage und eine Kugelstoßanlage entstehn und die Möglichkeiten zum Speer-, Diskus- und Hammerwerfen geschaffen werden. Auch die notwendigen Sicherheitsvorrichtungen werden vorhanden sein. „Das ist ein deutlicher Qualitätsgewinn“, sagte Lingenau.

TV Hude trägt 20 Prozent der Baukosten

Der TV Hude geht von Gesamtkosten von rund 500000 Euro aus, erklärten Otte und Lingenau. Geplant werde mit Zuschüssen vom LSB und Landkreis, die jeweils zwischen 50000 und 100000 Euro hoch sind. Der Verein werde 20 Prozent der Baukosten tragen, also etwa 100000 Euro. Den Rest übernimmt, laut Lingenau und Otte, die Gemeinde. Sie springe auch ein, wenn die Zuschüsse geringer ausfallen.

Sportetat soll nicht belastet werden

Der TV Hude wird seinen Anteil mit einem Kredit, der Sondertilgungen ermöglicht, finanzieren. Es sei eine Laufzeit von zehn Jahren vorgesehen, erklärte Otte. Dafür würde die Gemeinde eine Bürgschaft übernehmen. Ziel des Vorstands ist es, den Sportetat trotzdem nicht zu belasten. Die jährlichen Kosten des Kredits sollen vor allem durch die Zuschüsse der Gemeinde für die Betriebskosten der Jahnhalle gedeckt werden. Diese werde der TV Hude wieder erhalten. Mögliche andere Einnahmen, zum Beispiel durch Bandenwerbung, habe der Verein in seiner Planung nicht eingerechnet.

Sollte das Projekt, dessen aktueller Kostenvoranschlag laut Lingenau bei 465000 Euro liegt, deutlich teurer werden, hat die Gemeinde zugesagt, 80 Prozent der zusätzlichen Kosten zu übernehmen, berichtete Otte – wenn diese nicht durch Sonderwünsche des TV Hude entstanden sind.

Die Gemeinde hat ihre Zuschüsse bereits zugesagt, erklärte Otte. Die Anträge für die für die anderen Zuschüsse sind gestellt, die Freigabe erfolge bei Beginn der Sanierungsmaßnahmen. Dazu müsse aber zunächst eine Ausschreibung durch einen Planer erfolgen. Damit das Geschehen kann, benötigte der Vorstand die Zustimmung seiner Mitglieder.

Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2017 beginnen

Die liegt seit Donnerstag vor. „Wenn alles gut läuft“, könnten die ersten Aufträge noch im Herbst vergeben werden, sagte Otte. „Dann wäre der Baubeginn unseres Teils im Frühjahr 2017“, ergänzte Lingenau.