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Ausswahlspielerin vom FC Hude Jonna Rüdebusch weiß sich auch gegen Jungs zu behaupten

Von Frederik Böckamnn | 05.10.2017, 10:55 Uhr

Die Zwölfjährige Jonna Rüdebusch vom FC Hude überzeugt ihre Trainer im Heimatverein, im Stützpunkt und im NFV – und weiß sich auch gegen Jungs zu behaupten.

Zunächst wurde sie in die Kreisauswahl berufen, dann trainierte sie im DFB-Stützpunkt und jetzt ist sie eine feste Größe in der Niedersachsensauswahl der U14-Juniorinnen: Die Rede ist von Fußballerin Jonna Rüdebusch vom FC Hude, die seit einem halben Jahr regelmäßig in der Sportschule des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) in Barsinghausen trainiert – und damit die vorzügliche Nachwuchsarbeit in ihrem Heimatverein und im Fußball-Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst dokumentiert.

Die Berufung der Zwölfjährigen in die Niedersachsenauswahl begann bei einem Sichtungslehrgang für die U12-Juniorinnen im Mai dieses Jahres. 36 talentierte Mädchen aus ganz Niedersachsen wurden eingeladen. Der Hintergedanke: Jahrgangstrainerin Meike Berger wollte einen schlagkräftigen Kader für das Norddeutsche Turnier im Juni in Bremen zusammenstellen. Und Jonna Rüdebusch überzeugte. Die Schülerin wurde für den 16 Spielerinnen großen Kader der U12 nominiert, die im vergangenen Juni um die Norddeutsche Meisterschaft spielte – und am Ende nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses Vizemeister hinter Schleswig-Holstein wurde.

Im September bekam Jonna Rüdebusch die nächste Einladung zu einem Sichtungslehrgang, nämlich dem für 25 Mädchen der Jahrgänge 2004 und 2005. Dort machte Rüdebusch als Spielerin des jüngeren Jahrgangs die Trainer erneut positiv auf sich aufmerksam und sammelte viele Einsatzminuten. „Es ja nicht das erste Mal, dass sie in Barsinghausen in der Sportschule war ...“, begründet Hudes Pressewart Mario Klostermann etwas schmunzelnd die guten Leistungen der Zwölfjährigen.

Jonna Rüdebusch ist beidfüßig, schnell und zweikampfstark

Jonna Rüdebusch ist seit F-Jugend-Zeiten bei den Jungs in ihrem Heimatverein FC Hude aktiv. „Ihre Stärken sind ihre Schnelligkeit, die Beidfüßigkeit und ihr Zweikampfverhalten“, erklärt D1-Trainer Michael Juretzka. „Sie gibt nie auf. Und sie besitzt einen starken Torabschluss. Manchmal zielt sie zu genau und trifft ‚nur‘ die Latte. Wenn es am Aluminium scheppert, war es meist unsere Rechtsaußen,“ berichtet ihr Coach mit einem Lächeln.

Jonna brauche sich nicht hinter den Jungs ihrer Altersklasse zu verstecken – was auch dadurch deutlich wird, dass sie Stammspielerin im Kreisliga-Team ist. Dies wurde auch schon 2014 von den Auswahltrainern des Kreises Oldenburg/Land-Delmenhorst bemerkt, die Jonna Rüdebusch in Ihren Kader holten. Damit begann die Förderung auf Kreis- und Bezirksebene, die zurzeit in der Auswahlmannschaft des DFB-Stützpunkts in Huntlosen fortgesetzt wird. Dort trainiert sie einmal wöchentlich mit den U12-Junioren.

Aber eigentlich ist der jungen Fußballerin so viel Aufmerksamkeit gar nicht recht. Die Zwölfjährige möchte nur so oft es geht und so gut wie möglich Fußballspielen. Und ganz nebenbei gibt’s ja auch noch die Schule: Sie besucht die siebte Klasse des Liebfrauen-Gymnasiums in Oldenburg. Wenn Schule und Fußball noch Zeit lassen, „geht’s auf Trampolin oder zum Chillen mit meiner Zwillingsschwester und meinen Freundinnen“, erzählt Jonna Rüdebusch.