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Auswertung Fairness-Cup 2016/17 Fußballer in Oldenburg-Land/Delmenhorst fair wie noch nie

Von Lasse Bahlmann, Lasse Bahlmann | 02.08.2017, 12:38 Uhr

Die Mannschaften im Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst waren in der Saison 2016/17 so fair wie noch nie. Das ging aus der Auswertung des VGH-Fairness-Cups im NFV hervor.

Das Ende der Saison bedeutet nicht nur Fußballpause, es ist auch die Zeit, in der der Niedersächsische Fußballverband den Endstand des VGH-Fairness-Cups verschickt. Für Erich Meenken, den Vorsitzenden des Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst, gab es zuletzt selten gute Nachrichten, vor allem in der Vorsaison, als der Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst mit dem 38. von 43 Plätzen seinen Negativrekord aufstellte. Doch dieses Mal gab es positive Neuigkeiten – nämlich die beste Platzierung seit der Fusion der Kreisverbände Oldenburg-Land und Delmenhorst, Platz 26. „Das ist wirklich eine erfreuliche Mitteilung, der Weg der Verantwortlichen und der Spieler ist richtig“, freute sich Meenken. Seiner Meinung nach sei der Fußball dort, wo er sauber gespielt würde, technisch anspruchsvoller und auch erfolgreicher.

Fairere Kreisliga als Schlüssel

Die Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst gehörte jahrelang zu den unfairsten Ligen des Landes. Standen in der Saison 2014/15 noch satte 107 Platzverweise in 240 Spielen zu Buche, so verbesserte sich dieser Wert über 101 in 2015/16 bis hin zu nur noch 58 Platzverweisen in der Saison 2016/17. Die Rote Laterne in der Fairnesstabelle der abgelaufenen Saison trug der KSV Hicretspor, der mit zwölf Platzverweisen den Höchstwert im Kreis stellte. Positiv hervorheben kann man den VfR Wardenburg und den TV Munderloh, sie waren zwei der 57 Mannschaften in Niedersachsen, die ohne Gelb-Rote beziehungsweise Rote Karte oder eine Sportgerichtsverhandlung durch die Saison kamen. Negativausreißer ist neben Hicretspor auf Platz 981 mit 4,13 Fairnesspunkten der TSV Ippener auf Platz 939 (3,66). Fairstes Team im Kreis war der TuS Heidkrug, er landete auf Platz 67 (1,53).

Zum fünften Mal eine Titelverteidigung

Zu Saisonende lagen erstmals drei Mannschaften bei den Fairnesspunkten in Niedersachsen gleichauf. Die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, der SV Emmendorf und der FC Sulingen wiesen jeweils einen Quotienten von 1,03 auf. Den ersten Platz teilten sich schlussendlich Seckenhausen-Fahrenhorst und Emmendorf; für den FC Sulingen, der eine entscheidende Rote Karte erhalten hatte, blieb der dritte Platz. Damit ist die TSG der fünfte Verein in der inzwischen 25-jährigen Historie des VGH-Fairness-Cups, der seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnte. Lediglich 31 Gelbe Karten sahen beide Teams in ihren 30 Saisonspielen und behielten in puncto Platzverweise und Sportgerichtsverhandlungen sogar eine weiße Weste.

Das unfairste Team stellte der FC Stadtoldendorf, 97-mal wurde die Gelbe Karte gezückt, achtmal gab es die Ampelkarte und viermal glatt Rot. Außerdem wurden noch drei Sportgerichtsurteile gegen die Mannschaft aus Holzminden gesprochen, was unterm Strich einen Wert von 5,7 ergibt – Platz 1000.

Weser-Ems fairster Bezirk

Im Vergleich der Bezirke landete Hannover, woher zwei der drei fairsten Teams kamen, mit einem durchschnittlichen Fairnessquotienten von 2,53 nur auf dem dritten Platz hinter Lüneburg (2,51) und Weser-Ems (2,48). Die fairste Liga Niedersachsens war die Kreisliga Lüchow-Dannenberg (1,63), die unfairste die Bezirksliga 2 Lüneburg (3,18). Im Vergleich der Saison 2015/16 und 2016/17 in Niedersachsen ist ein Aufwärtstrend zu bemerken, es gab weniger Gelbe (58002), Gelb-Rote (2225) und Rote (1381) Karten als in der Vorsaison (59323/ 2377/1556).