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Basketball-Oberliga 74:66 – Devils trotzen der Personalnot

Von Frederik Böckmann | 29.11.2015, 17:02 Uhr

Der Ärger über die Ein-Spiel-Sperren gegen Edgaras Saldukas und Stacy Sillektis ist immer noch nicht verraucht, doch die Oberliga-Basketballer des Delmenhorster TV behielten im Auswärtsspiel beim Bremer TV Friesen trotz größter Personalnot kühlen Kopf: Beim Tabellenvorletzten landeten die Devils einen 74:66 (42:38)-Erfolg und festigten als Fünfter ihren Platz im Mittelfeld der Tabelle.

Neben Spielertrainer Sillektis und Topscorer Saldukas war beim TV Friesen wie befürchtet auch Tim Blach ausgefallen. Der Neuzugang hat sich den Oberschenkel gezerrt und wird dem DTV auch im kommenden Auswärtsspiel am nächsten Sonntag beim SV Ofenerdiek fehlen. (Weiterlesen: Devils nach Sperre gegen Saldukas und Sillektis sauer) 

Angesichts der Personalnot und den ebenfalls passenden Dennis Altmann und Constanin Thase hatte Sillektis mit Julian Roßkamp und Marco Mennebäck zwei Spieler aus der Reserve hochgezogen. Vor allem Mennebäck machte ein klasse Spiel. Der Flügelspieler verteidigte stark in der Defense, traf vier Dreier und war mit 17 Punkten Topscorer der Devils.

Jetzt auch noch Ahmed Ildem und Kostas Stoikos verletzt

Der DTV setzte die Vorgaben seines Trainers über weite Strecken und vor allem im zweiten und dritten Viertel gut um. „Wir hätten schon früher alles klar machen können. Aber das war schon okay so“, sagte Sillektis, der auf Grund seiner Sperre das Spiel nur als Zuschauer von der Tribüne aus verfolgen durfte und beim Coaching erneut von Erhan Üstündag vertreten wurde. Sillektis freute sich vor allem über die mannschaftliche Geschlossenheit seiner Truppe. Da Ahmed Ildem (Schulter) und Kostas Stoikos (umgeknickt) während der zweiten Hälfte verletzt ausfielen, hatten die Devils am Ende nur noch eine kleine Sechser-Rotation.

Die Devils kamen schwer in die Partie. Sie verloren das erste Viertel (14:15), weil sie in der Offensive zunächst nur wenig auf die Reihe bekamen. Das änderte sich ab dem zweiten Viertel. Vor allem mit Dreiern (insgesamt acht) waren die Devils häufig erfolgreich. Über 42:38 (20.), 54:44 (27.) und 57:52 (30.) steuerten die Devils dem Sieg entgegen. Die letzten neun Punkte markierte dann Roman Holder.

Sillektis lobt die Schiedsrichter

Technische Fouls wegen Meckerns handelten sich die Devils dieses Mal übrigens nicht ein; die Delmenhorster behielten in der Crunch-Time einen kühlen Kopf. „Die Schiedsrichter haben aber auch gut gepfiffen“, meinte Sillektis mit Blick auf die Sperren gegen Saldukas und ihn süffisant. (Weiterlesen: Delmenhorster TV meckert viel – und verliert 86:91)