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Basketball-Oberliga Delmenhorster TV mit glücklichem 81:79-Sieg

Von Elisabeth Wontorra | 13.12.2015, 21:57 Uhr

Die Oberliga-Basketballer des Delmenhorster TV gewannen ihr letztes Spiel der Hinrunde gegen Bremen 1860 glücklich mit 81:79 (41:45). Am Sonntagnachmittag starteten die Devils mit einer schwachen Leistung und liefen lange einem Rückstand hinterher, ehe sie das Spiel in den letzten Minuten noch drehten.

„Roman hebt immer alles für den Schluss auf“, sagte Devils-Trainer Stacy Sillektis schmunzelnd über Matchwinner Roman Holder. Beim 81:79 (41:45) gegen Bremen 1860 boten die Oberliga-Basketballer des Delmenhorster TV am Sonntagnachmittag teilweise eine schwache Leistung, doch in der Schlussphase sicherte Holder mit zwei Dreiern und drei versenkten Freiwürfen den glücklichen Sieg. Doch der Weg dahin war lang.

Im ersten Viertel lagen die Delmenhorster in der 2. Minute mit 4:7 zurück. In der 4. Minute schafften die Hausherren den 9:9-Ausgleich und kurz darauf die 12:11-Führung (5.), die nicht lange anhielt. Ein Fastbreak der Gäste führte zum 12:14. Die Devils erkämpften sich die erneute Führung mit 17:16 (8.), die sie allerdings direkt wieder hergaben.

Delmenhorster TV läuft Rückstand hinterher

Mit einem 21:23-Rückstand starteten die Gastgeber in den zweiten Durchgang. Fast durchgehend liefen die Devils hinterher. In der 13. Minute gelang durch den versenkten Freiwurf von Constantin Thase das zwischenzeitliche 25:25. Die Bremer zogen aber weiter ihr Spiel durch und gewannen fast alle Rebounds. So lagen die Gastgeber über 25:36 (16.) bis zur Halbzeitpause mit 41:45 zurück.

Im dritten Viertel agierten die Delmenhorster besser. Sie gewannen nun deutlich mehr Rebounds und glichen in der 21. Minute zunächst aus (45:45), ehe sie durch einen Freiwurf von Holder mit 46:45 vorlegten. In der 26. Minute eroberten die Bremer wieder die Führung (57:55), die sie über 64:60 (28.) bis zu Beginn des Schlussviertels auf 71:64 ausbauten. Sillektis, der wegen seiner Erkältung nur als Trainer fungierte, forderte seine Spieler immer wieder auf, mehr zum Korb zu ziehen. Auch Tim Blach, der gut im Spiel war, forderte mehr von dem Team.

Roman Holder hilft Devils zum Sieg

Im letzten Viertel wurde das Spiel chaotisch. Erst in der 32. Minute gab es die ersten Punkte und die Devils verkürzten den Abstand auf 66:71. Bei einer Restzeit von 3:20 Minuten und einem Stand von 72:77 nahm Sillektis eine Auszeit und schwor seine Spieler auf die Schlussphase ein. Es schien zu fruchten. Das Spiel lief geordneter und vor allem Holder, der die ganze Partie über flink agierte, spielte jetzt groß auf: In der 38. Minute versenkte der Point Guard einen Dreier zum 76:79 und glich kurz darauf bei nur 52 Sekunden Restzeit mit einem erneuten Dreier aus.

Die Schlussphase wurde heiß. Die Delmenhorster merkten, dass nun ein Sieg drin war. Doch erst einmal waren die Bremer am Zug. Ein Wurf, doch der ging daneben und die Devils gewannen den wichtigen Rebound. Ein Foul der Bremer brachte zwei Freiwürfe. Holder versenkte beide 18 Sekunden vor Schluss zum 81:79. Die Bremer wirkten resigniert, der DTV hingegen war nun richtig heiß gelaufen. Das 82:79 besorgte erneut Holder, der einen Freiwurf versenkte. Doch 13,8 Sekunden waren noch zu spielen. Die Bremer versuchten, sich für einen Dreier in Position zu bringen, doch die Devils verteidigten gut und ließen nichts zu. Als die Zeit abgelaufen war, ertönte ein erleichteter Schrei von Sillektis.

Vorläufiger Abschied von Hauke Bruns

Nach dem Spiel zeigten sich sowohl die Spieler als auch der Trainer erleichtert. „Es war nicht unser bestes Spiel, aber nur der Sieg zählt“, meinte Sillektis. Die Mannschaft hätte mehr zum Korb ziehen müssen. „Wir haben uns schwergetan und oft nicht gut verteidigt. Aber das war ein wichtiger Sieg.“ Die letzten Minuten der Begegnung hatte Blach von der Bank aus verfolgen müssen, doch Sillektis gibt Entwarnung: „Er hat nur geblutet. Das musste getaped werden, aber er ist nicht verletzt.“

Sein vorläufiges letztes Spiel absolvierte Hauke Bruns. Der Center fliegt für etwa vier Monate nach Asien. Sebastian Schwarz, der bereits in den letzten Spielen dabei war, wird Bruns ersetzen.