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Basketball-Oberliga Delmenhorster TV siegt im Schlussspurt

Von Daniel Niebuhr | 26.11.2018, 07:55 Uhr

Die Oberliga-Basketballer haben sich mit einem starken Schlussspurt einen Heimsieg erkämpft. Die „Devils“ lagen gegen die BG Rotenburg/Scheeßel drei Minuten vor dem Ende noch zurück, kamen dann aber noch zu einem 78:70-Erfolg.

In der Schlussminute warf Stacy Sillektis gestern Nachmittag das Handtuch – und zwar buchstäblich. Der Basketball-Trainer des Delmenhorster TV wollte gegen die BG Rotenburg/Scheeßel allerdings keineswegs aufgeben – das Stück Frottee-Stoff war ihm einfach aus der Hand auf das Feld gerutscht. Es wäre auch seltsam gewesen, denn zur Kapitulation bestand wahrlich kein Anlass: Die Delmenhorster führten zu diesem Zeitpunkt mit 78:70 (43:41), was kurz darauf auch der Endstand war.

Hinterher brauchte Sillektis sein Handtuch dann wieder – denn der Verlauf des durchwachsenen Spiels hatte nicht nur ihm feuchte Hände bereitet. Die Delmenhorster hatten sich lange gequält und bis drei Minuten vor Schluss hinten gelegen. „Am Ende haben wir zur richtigen Zeit getroffen und konsequent verteidigt“, sagte der Devils-Coach, um gleich einzuräumen, „dass es sicher nicht unser bestes Spiel war.“ 78 Punkte, so wenige wie selten vor eigenem Publikum, reichten aber, um Rang drei zu verteidigen und weiterhin das Tabellen-Mittelfeld anzuführen.

Delmenhorst überzeugt mit bärenstarker Abwehrarbeit

Für einen ruhigen Nachmittag war aber doch zu viel Stückwerk im Delmenhorster Spiel – vorne wie hinten. Nach dem ersten Viertel lief beim Stand von 26:18 alles nach Plan, fünf Minuten später stand es immer noch 38:31. Dann kassierten die Gastgeber neun Punkte in Folge, Marco Mennebäck – am Ende mit 16 Punkten bester Werfer – brachte die Devils zur Halbzeit aber wieder mit 43:41 in Front.

Und so ging es bis in die Schlussphase hinein. Beide Teams verteidigten stark und ließen kaum leichte Körbe zu – bei den Schüssen von außen taten sich Delmenhorst und Rotenburg ähnlich schwer.

Kurz nach Beginn des letzten Viertels traf Mennebäck aus der Halbdistanz zum 64:61, danach blieb sein Team aber durch ein halbes Dutzend Fehlwürfe sieben Minuten lang ohne Punkte. Dank einer bärenstarken Defense, sonst eher lästiges Nebengeschäft für die wurfgewaltigen Devils, und schonungsloser Reboundarbeit betrug der Rückstand vier Minuten vor dem Ende nur 64:67. Ein Korbleger von Ali Akkurt eröffnete dann den Schlussspurt zum Sieg für die Delmenhorster. Nach dem 66:67 verhinderten sie mit glänzender Deckung zweimal einen Rotenburger Abschluss vor Ablauf der Shotclock, vorne war plötzlich auch jeder Wurf drin. Akkurt setzte den K.o. durch einen Dreier mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr zum 75:68 – und jubelte danach gewohnt schelmisch.

Die Devils, bei denen zehn verschiedene Spieler punkteten, waren danach eher erleichtert als euphorisch, der Sieg stiftet vor den beiden kommenden Wochen mit Spielen gegen das Spitzenduo Weser Baskets II und BBC Osnabrück vor allem Seelenfrieden. „Jetzt sind wir etwas entspannter“, sagte Sillektis.