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Basketball-Oberliga Männer Akkurts Aufholjagd reicht dem Delmenhorster TV nicht

Von Lennart Bonk | 28.01.2019, 10:44 Uhr

Mit seinen 32 Punkten gegen den VfL Rastede leitete der DTV-Basketballer Ali Akkurt kurz vor Schluss fast die Kehrtwende ein. Doch in der Oberliga-Begegnung stellten sich die Delmenhorster mit vielen Fouls oft selbst ein Bein.

Im Verfolgerduell gegen den VfL Rastede haben die Oberliga-Basketballer des Delmenhorster Turnvereins gestern das Nachsehen gehabt. Gegen den Tabellendritten setzte es vor heimischer Kulisse eine 89:106 (38:65)-Niederlage, die den viertplatzierten DTV zumindest in leichte Bedrängnis bringt. Fünf Spieltage vor Schluss beträgt der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz sechs Zähler. „Der Klassenerhalt ist jetzt wichtig“, stellte DTV-Coach Stacy Sillektis klar, der nach dem Spiel nicht nur mit dem Ergebnis haderte.

Sillektis bemängelt Linie der Unparteiischen

Nach der Schlusssirene diskutierte er noch einige Minuten mit dem Schiedsrichter-Duo Moritz Töwe und Alan Lazutka. Die Foulstatistik sorgte bei ihm für Unverständnis. Der Coach bemängelte die Linie der Unparteiischen, die seiner Ansicht nach in einigen Spielszenen zweierlei Maß anlegten. Während die Schiedsrichter gegenRastede acht Fouls pfiffen, ahndeten sie gegen die Delmenhorster 27 Regelverstöße. „Acht Fouls – das ist so, als würde ein Fußballschiedsrichter kein einziges Foul pfeifen. Einige Fouls wurden auf beiden Seiten nicht einheitlich gepfiffen“, regte sich Sillektis auf.

Die Linie der Schiedsrichter war allerdings nicht die Ursache für die Heimniederlage. „Die erste Hälfte war ganz schlecht“, konstatierte der Trainer. Zur Halbzeit war sein Team mit 38:65 ins Hintertreffen geraten. Lediglich 13 Punkte verbuchte die zweitbeste Offensive der Oberliga im zweiten Viertel. Immer wieder fanden die Rasteder Lücken in der Delmenhorster Defensive, die mit den schnellen Gegenstößen des VfL ihre Probleme hatte.

Akkurt sorgt fast für Sensation

In der Schlussphase bäumten sich die Hausherren noch einmal auf. Hier war Ali Akkurt ein entscheidender Faktor. Insgesamt 29 seiner 32 Punkte gelangen ihm in den letzten beiden Spielabschnitten. Mit acht Drei-Punkte-Würfen unterstrich er zudem seinen Wert für das Team als zweitbester Dreierschütze der Liga. Akkurt trug entscheidend dazu bei, dass die Devils im letzten Viertel den Rückstand auf 82:87 verkürzten. Doch die Aufholjagd fand ein jähes Ende. Zu viele Freiwürfe verursachte die drittschlechteste Defensive der Liga in den finalen Minuten. „Das dritte Viertel war ganz gut. Zum Ende hin hat bei uns die Kraft gefehlt“, analysierte Sillektis.

Sein Blick richtet sich nun auf die nächsten Gegner. Mit dem Gastspiel beim VfL Stade II wartet am Samstag, 9. Februar, 19.15 Uhr das nächste Verfolgerduell auf den DTV. Allerdings sind dann die Devils die Gejagten.