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Beleidigungs-Vorwürfe SV Baris attackiert Munderloh und Wildeshausen II

Von Manfred Nolte | 06.11.2015, 08:09 Uhr

Die Fußball-Trainer Heiko Schwarting (TV Munderloh) und Arend Arends (VfL Wildeshausen II) werfen dem SV Baris Delmenhorst unsportliches Verhalten vor. Baris- Coach Önder Caki will die Anschuldigungen so nicht stehen lassen.

Die Kreisliga-Fußballer des SV Baris haben sich in den vergangenen Wochen den Zorn etlicher Konkurrenten zugezogen. Besonders der TV Munderloh und die U23 des VfL Wildeshausen erheben massive Vorwürfe. Die werden von Önder Caki, dem Trainer der Delmenhorster, bestritten. Caki spielt den Ball zurück und fühlt sein Team gerade bei Auswärtsspielen unfair behandelt.

Heiko Schwarting, Co-Trainer des TV Munderloh, lobte nach der Partie gegen Baris die fußballerischen Qualitäten der Delmestädter, warf ihnen und ihrem Anhang aber unsportliches Verhalten vor. „Seitens der Spieler ist über die gesamte Spielzeit nur provoziert und lamentiert worden. Von außen haben Trainer Önder Caki und einige Fans ständig Entscheidungen des Schiedsrichters kritisiert und Bestrafungen meiner Kicker gefordert“, erzählt Schwarting. (Weitelesen: SV Baris gewinnt 3:2 beim TV Munderloh) 

Arend Arends, der Coach der U23 des VfL Wildeshausen, erhebt ähnliche Vorwürfe. „Bei unserem Sieg ist der Schiedsrichter ständig kritisiert worden und wurde nach jeder Entscheidung verbal angegangen. Auch von außen kam viel Unruhe, wobei ständige Beleidigungen an der Tagesordnung waren. Der Referee ist auch nach Spielschluss beschimpft worden, da macht der Fußball keinen Spaß mehr“, sagt der junge Coach. (Weiterlesen: Wildeshausen II schlägt Baris 2:1) 

Baris verzichtet auf geplantes klärendes Gespräch mit Wildeshausen

Önder Caki will die Vorwürfe so nicht stehen lassen. „In der vergangenen Spielzeit sind wir in Wildeshausen von Zuschauern beschimpft worden und der VfL wurde dafür bestraft. Es handelt sich wohl um einen Racheakt“, vermutet Caki. Er habe mit seinem Vorstand abgestimmt, ein klärendes Gespräch mit den Huntestädtern zu führen. „Dann gab es aber ein B-Jugendspiel zwischen unseren Vereinen. Hier wurden Baris-Mitglieder von der Mutter eines Wildeshauser Spielers als Pack bezeichnet. Jetzt verzichten wir auf das Gespräch“, erklärt der Coach.

Mit Munderloh habe es schon immer Probleme gegeben. „Wir sollen uns integrieren, doch dann müssen wir erwarten dürfen, dass wir behandelt werden wie jede andere Mannschaft auch“, fordert der Übungsleiter. Er weist darauf hin, dass in seinem Team viele deutsche Kicker spielen würden. „Wenn irgend etwas vorfällt, sind wir dennoch die Ausländer“, klagt Önder.

Nicht-Antreten als letzte Konsequenz?

Für Schwarting und Arends ist das Tischtuch längst zerschnitten. „Wir müssen sehen, dass wir die Spiele über die Runden bringen. Nichtantreten bringt nichts. Die Schiedsrichter sollten etwas mehr Mut beweisen und die Vorfälle in ihren Spielberichten melden“, wünscht sich Schwarting.

Arends fordert ebenfalls, dass die Schiedsrichter der Spielinstanz genaustens schildern, was während und nach den Spielen vorgefallen ist. „Wenn es so weiter geht, sollten sich die Vereine darüber unterhalten, ob ein Nichtantreten nicht doch etwas bringt“, ist seine letzte Konsequenz.