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Benefizspiel in Wildeshausen RB Leipzig präsentiert sich als sympathischer Verein

Von Frederik Böckmann | 10.10.2015, 11:45 Uhr

Familär: freundlich, ambitioniert: Fußball-Zweitligist Rasenballsport Leipzig präsentiert sich beim Benefizspiel gegen Werder Bremen in Wildeshausen als sympathischer Verein.

Christian Pehle kennt sie natürlich auch. Die Sprüche, die Anfeindungen, die Vorurteile, die viele Fußball-Fans gegen RB Leipzig haben. Deswegen auf ein Fußball-Spiel seines Lieblingsvereins verzichten, wenn der quasi um die Ecke spielt ? Das kam für Pehle natürlich nicht in Frage. „Wenn andere Fußball-Fans RB Leipzig nicht akzeptieren wollen, dann ist das eben so“, sieht Pehle die Diskussionen um den von Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz großzügig unterstützten Verein ganz gelassen.

Denn Pehle, der gebürtig aus den neuen Bundesländern kommt und nun in der Nähe von Bremen wohnt, geht es vielmehr um den Fußball. „Ich bin seit der Gründung 2009 Fan von Rasenballsport. Die Spielweise hat mir von Anfang an imponiert.“ Doch nicht nur das fußballerische zeichne den Verein aus, sondern „der familiäre, freundschaftliche Charakter, die angenehme Atmosphäre und die sympathischen Fans“.

Wildeshauser Fußballer loben RB Leipzig

So wie Pehle seinen Verein beschreibt, so positiv haben auch die Verantwortlichen des VfL Wildeshausen als Ausrichter des Benefizspiels zwischen Werder Bremen und Leipzig die RB-Verantwortlichen wahrgenommen. „Die Leipziger waren drei, vier Mal hier im Krandel zu Besuch. Es waren sehr tolle Gespräche. Es hat Spaß gemacht, mit ihnen zusammenzuarbeiten“, bilanzierte Wittekinds Abteilungsleiter Ottmar Jöckel. Ähnliche lobende Worte hatte auch VfL-Chef Wolfgang Sasse im Vorfeld des Charity-Spiels immer gewählt.

Familiär, freundlich, aber gleichzeitig auch ambitioniert: So trat Rasenballsport in Wildeshausen auf. Denn Leipzigs Trainer Ralf Rangnick hatte neben der guten Sache natürlich auch die sportlichen Aspekte der Partie im Auge. Deshalb ärgerte sich der Trainer nach der Partie auch über das aus seiner Sicht „absurde Ergebnis“. „Wir haben fünf, sechs hundertprozentige Chancen vergeben“, monierte Rangnick, der zudem bei den Gegentoren „unnötige Fehler“ seiner Elf sah.

Ralf Rangnick lobt das besondere Flair

Unabhängig vom Ergebnis fühlte sich Rangnick im Krandel aber „back to the roots“ und lobte das besondere Flair des Spiels: „4500 Zuschauer in einem Amateurstadion? Das war schon eine fantastische Kulisse.“