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Benefizspiel in Wildeshausen SV Werder und RB Leipzig spielen für guten Zweck

Von Frederik Böckmann | 08.10.2015, 19:00 Uhr

Der Fußball-Bundesligist SV Werder Bremen tritt an diesem Freitag, 9. Oktober 2015, in einem Benefizspiel im Wildeshauser Krandelstadion gegen die Zweitliga-Mannschaft von RB Leipzig an. Es wird um 16.30 Uhr angepfiffen. Die Partie ist ausverkauft, es gibt keine Tageskasse.

Am Tag vor dem Benefizspiel im Wildeshauser Krandelstadion zwischen dem Fußball-Bundesligisten Werder Bremen und dem Zweitligisten Rasenballsport Leipzig war Wolfgang Sasse ganz entspannt. „Wir haben alles im Griff. Die einzelnen Posten und Positionen sind verteilt. Jeder weiß, was er zu tun hat“, erklärte der Krandel-Verwalter und sagte mit einem Schmunzeln: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Die letzten Fragen und Antworten vor dem Charity-Match, das an diesem Freitag um 16.30 Uhr beim VfL Wildeshausen angepfiffen wird:

 Wie kam das Freundschaftsspiel zustande? 

Das hochklassige Event zwischen dem Bundesligisten aus Bremen und dem ambitionierten Zweitligisten aus Leipzig hat einen traurigen Hintergrund. Anlass ist ein tragischer Unfall, bei dem zwei Angestellte des Kunstrasenherstellers „Private Greens“ aus Wildeshausen schwer verletzt wurden und ein Mitarbeiter starb. Er hinterließ seine Frau und drei Kinder im Alter von neun, zwölf und 18 Jahren. „Private Greens“ betreibt geschäftliche Beziehungen zu RB Leipzig. Nachdem RBL-Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick von dem Unfall erfahren hatte, kontaktierte er Werder, mit der Bitte um ein Benefizspiel in Wildeshausen – und der SVW sagte sofort zu. „Die professionelle, zielorientierte Zusammenarbeit mit den Bundesligisten, den Behörden, den beteiligten Wildeshauser Firmen und Vereinen war ausgezeichnet“, sagte der VfL-Vorsitzende Sasse. Alle Einnahmen kommen den Familien zugute.

 Was müssen die Zuschauer wissen? 

Ganz wichtig: Das Spiel zwischen dem Bundesliga-14. und dem Zweitliga-Fünften ist mit mehr als 4000 Fans ausverkauft. Eine Tageskasse gibt es nicht. Einlass ist ab 15 Uhr. Die Zufahrt zum Krandelplatz ist gesperrt. Um die An- und Abfahrt für die Autofahrer möglichst angenehm zu gestalten, werden aus den Straßen rund um das Krandelstadion Einbahnstraßen. Besucher fahren die B213 südwestlich entlang bis zur Kreuzung Glaner Straße, in die links Richtung Stadion eingebogen wird. An der Straße befinden sich genug Parkplätze für das Spiel. Nach der Partie der Glaner Straße bis zum Ende weiter folgen, dann links in die Straße Am Krandel einbiegen, der Krandelstraße folgen und anschließend links in die Breslauer Straße fahren. Durch diese kommt man zurück zum Nordring.

 Wie sieht der Werder-Kader aus? 

Das stand am Donnerstag noch nicht fest. Trainer Viktor Skripnik wollte erst das Abschlusstraining am Abend abwarten. Fest steht: Die zehn Nationalspieler Jannik Vestergaard (Dänemark), Claudio Pizarro (Peru), Zlatko Junuzovic (Österreich), Theodor Gebre Selassie (Tschechien), Izet Hajrovic (Schweiz), Ulisses Garcia (Schweiz U21), Michael Zetterer, Luca Zander und Maximilian Eggestein (U20) sowie Florian Grillitsch (Österreich U21) sind definitiv nicht dabei. Außerdem fällt der für die USA nominierte Aron Johansson verletzt ebenfalls aus. Denkbar ist dagegen ein Einsatz des zuletzt verletzten und nun wieder genesenen Melvin Lorenzen.

 Wie will Werder das Spiel angehen? 

Der gute Zweck des Benefizspiels steht bei den Bremern im Vordergrund. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Spiel etwas Gutes tun können“, sagt Torsten Frings. Der Co-Trainer meint vor dem Hintergrund des attraktiven Gegners vor allem mit Blick auf die jungen Spieler aber auch: „Vor allem für die Spieler, die zuletzt nicht so oft zum Einsatz kamen, ist so ein Spiel eine gute Gelegenheit, sich als Alternative aufzudrängen.“

 Wie ist die Stimmung bei RB Leipzig? 

Jede Menge Aufwand, aber wenig Ertrag – so stotterten die ambitionierten Leipziger in die Saison. Seit dem vergangenen Wochenende und dem 3:2 gegen Nürnberg ist die Stimmung beim Transferkrösus der Zweiten Liga, der im Sommer geschätzte 15,6 Millionen für neue Spieler ausgab, gelöster. Mann der Stunde bei RB ist Davie Selke: Der Ex-Bremer, der im Sommer für acht Millionen Euro zu Rasenballsport gewechselt ist, erzielte in den vergangenen drei Partien vier Tore und lieferte zwei Vorlagen. Freitag fehlt Selke jedoch (U21-Nationalelf).