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Bereits der fünfte Anlauf Endlich steigt das Derby! Wildeshausen erwartet Atlas

Von Klaus Erdmann | 28.03.2017, 22:53 Uhr

Das Nachbarschaftsduell der Fußball-Landesliga zwischen dem VfL Wildeshausen und dem SV Atlas Delmenhorst findet am Mittwochabend ab 19.30 Uhr im unteren Krandel auf dem Flutlichtplatz statt. Die Cheftrainer Marcel Bragula (VfL) und Jürgen Hahn (SVA) äußern sich lobend über den Gegner.

Endlich! Mit der Landesliga-Begegnung des abstiegsbedrohten VfL Wildeshausen mit dem führenden Atlas Delmenhorst steht heute ab 19.30 Uhr eine Partie auf dem Plan, der die hiesigen Fußballfreunde bereits seit längerer Zeit gespannt entgegenblicken. Bereits vier Mal musste dieses Schlagerspiel aus diversen Gründen abgesagt werden. Somit treffen die beiden guten Bekannten an einem Mittwochabend aufeinander und stehen sich zudem nicht auf dem Hauptplatz gegenüber. Das Treffen findet im unteren Krandel auf dem Flutlichtplatz statt.

„Dies ist in Anbetracht der Bedeutung dieses Spiels aus vielerlei Gründen sehr schade“, teilt Wittekinds Fußball-Abteilungsleiter Ottmar Jöckel mit. „Letztlich ließ der Spielplan nur diesen einen Wochentermin zu.“ Insofern bitte der VfL die Zuschauer, insbesondere die Gäste aus Delmenhorst, um Verständnis, wenn es etwas beengter zugehe. Es stehe nur der Haupteingang vom Parkplatz, wo die Kassen um 18 Uhr öffneten, zur Verfügung.

Die Vorzeichen sind klar: Die Platzherren nehmen mit sieben Punkten Rückstand zum rettenden Ufer einen Abstiegsrang ein und benötigen jeden Zähler. Spitzenreiter SVA hat ebenfalls nichts zu verschenken, denn die Konkurrenz sitzt ihm im Nacken.

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„Ich freue mich über die Leistung der Truppe“, blickt VfL-Cheftrainer Marcel Bragula auf das 1:1 gegen den bisherigen Tabellenführer BW Lohne zurück. Ausdrücklich lobt er die jungen Spieler. Er habe gespürt, dass die Leute deren Auftritte honorieren. Man müsse aber Geduld haben.

Bei der Frage nach der Aufstellung wählt Bragula den Vergleich mit einem Puzzle, dass er erst noch zusammensetzen müsse. „Die Anstoßzeit ist ein Problem, denn einige Spieler studieren und andere sind in Bundeswehr-Standorten.“ Er wisse noch nicht, wer spielen könne. „Das müssen wir abwarten. Der Kader vom letzten Sonntag wird es nicht sein.“ Mit dem Einsatz von Maximilian Seidel, der beim 1:1 gegen Lohne in der 89. Minute mit einer Oberschenkelzerrung ausschied, rechnet Bragula nicht: „Ich erwarte keine Wunderheilung.“

Bragulas Kollege Hahn lässt sich – wenig überraschend – ebenfalls nicht in die Karten schauen. Mannschaftsführer Daniel von Seggern, der beim 2:1 beim TSV Oldenburg nach fünf Gelben Karten pausieren musste, kehrt in den Kader zurück. Einige Spieler, so Hahn, seien angeschlagen. „Wir haben aber Ideen“, fügt er hinzu.

Marcel Bragula hebt Teamspirit des SV Atlas hervor

Für die jeweiligen Gegner haben die Cheftrainer eine gehörige Portion Lob übrig. Bragula attestiert Atlas – ebenso wie Lohne – eine „hohe Qualität“. Aber, ergänzt er, jede Mannschaft und jedes System habe auch Schwächen. Er habe beobachtet, dass sich Atlas hinsichtlich der Mentalität deutlich gesteigert habe: „Hier hat die Mannschaft aufgeholt. Sie besitzt einen geilen Teamspirit.“ Außerdem hebt Bragula, der SVA-Neuzugang Patrick Degen einen „Königstransfer“ und „Schlüsselspieler“ nennt, die Breite innerhalb des Atlas-Kaders hervor.

Der Delmenhorster Coach Hahn („Die Tabellenführung ist mir relativ egal. Sie ist eine schöne Momentaufnahme – mehr nicht“) lobt sowohl den Teamgeist des Kontrahenten als auch dessen individuelle Qualität. „Der VfL hat erfahrene, aber auch junge, talentierte Leute“, erklärt Hahn. Es sei für ihn keine Überraschung gewesen, dass Wildeshausen gegen Lohne gepunktet habe. Er habe sich im Vorfeld dieser Begegnung mit Wittekinds Co-Trainer Sven Apostel unterhalten und gesagt: „Ihr holt etwas gegen BW Lohne.“

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Das Ausweichen auf den Flutlichtplatz (Bragula: „Er befindet sich in einem guten Zustand“) spielt für beide Trainer keine Rolle. „Für den Verein tut es mir allerdings leid, dass wir nicht im Stadion spielen“, sagt Bragula.

Nach dem 0:1 gegen den TV Dinklage und dem 1:1 gegen die Lohner bestreitet der VfL Wildeshausen heute sein drittes von vier Heimspielen in Folge. Am Sonntag, 15 Uhr, kommt der SV Bad Rothenfelde. Der SV Atlas empfängt am Sonntag, 15 Uhr, Kickers Emden zum Spitzenspiel der Landesliga Weser-Ems. Zunächst einmal gilt die uneingeschränkte Aufmerksamkeit aber dem Spiel in Wildeshausen, denn auf dieses Nachbarschaftsderby haben die Fußballfans nun wirklich lange genug gewartet.