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Bezirksliga-Saisonvorschau Der SV Tur Abdin Delmenhorst will mehr Stabilität

Von Klaus Erdmann | 06.08.2016, 18:52 Uhr

Stefan Keller trägt als Sportlicher Leiter und Cheftrainer beim Fußball-Bezirksligisten SV Tur Abdin viel Verantwortung. Die Delmenhorster präsentieren ein neues Torwart-Duo.

Hinter dem SV Tur Abdin Delmenhorst liegt eine Saison, die den Verantwortlichen einige Sorgenfalten beschert hat. Der Bezirksligist verstand es nur selten, sein Potenzial vollends abzurufen. Das hatte zur Folge, dass das Team in Abstiegsgefahr geriet und Trainer Andree Höttges sich von ihm trennte. Stefan Keller, zuvor „nur“ Teammanager, übernahm auch noch die Arbeit des Cheftrainers. Am Ende stand der Klassenverbleib.

Natürlich hat der SVT die letzte Spielzeit analysiert und die Fehler ausfindig gemacht, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? So leicht ist es nicht und so leicht machen sie es sich auch nicht im Lager des SV Tur Abdin. (Weiterlesen: SV Tur Abdin spaziert in die nächste Pokalrunde)

Klassenerhalt das Saisonziel des SV Tur Abdin

Ein Ziel von Keller, der als Sportlicher Leiter und Trainer viel Verantwortung trägt, und dessen Mitstreitern lautet „Klassenerhalt“. Das war – nach einigen nervenaufreibenden Wochen innerhalb der Serie 2015/16 – zu erwarten. Doch Keller nennt noch ein weiteres Ziel: „Verbesserung“. Er nennt Beispiele: „Wir müssen eine intensivere Gemeinschaft werden. Bei den Trainingseinheiten müssen die Teilnehmerzahlen höher sein.“ Man müsse sich verbessern, allgemein verbessern. Bereits vor der Vorbereitungsphase hatte er gefordert: „Wir müssen stabiler werden.“

Der SV Tur Abdin, für den die Saison am Sonntag, 7. August, 15 Uhr bei GVO Oldenburg beginnt und der eine Woche später den Heidmühler FC erwartet, geht gegenüber dem letztjährigen Saisonanfang mit zwei neuen Torhütern ins Rennen. Mikel Kirst (jetzt SV Baris) und Marc Ibrahim (Ziel unbekannt) haben den Verein verlassen.

Keller mit Torwartduo „sehr einverstanden“

Der Moldawier Mihail Artene sprang bereits während der letzten Saison ein, half dem Team im Abstiegskampf. Vom VfB Oldenburg wechselte Schlussmann Thorben Riechers nach Düsternort. „Er hat sich toll eingebracht – im Training und in der Gruppe“, lobt Keller. Er sei mit beiden Torhütern „sehr einverstanden“. Als Letzter der fünf Neuzugänge stieß Defensivkraft Jonas Krumland, der bis zum Winter 2015/16 für den TV Dötlingen spielte, zum SVT.

Der Doppelbelastung blickt Keller gelassen entgegen. Während der Hinrunde sei er hauptsächlich als Trainer tätig. Die Arbeit des sportlichen Leiters sei dann nicht so intensiv. Paul Leis, spielender Co-Trainer, übernimmt ebenfalls zwei Aufgaben. „Paul wird auf oder neben dem Platz stehen. Ich plane natürlich als Spieler mit ihm“, erklärt Keller. Kein Wunder, denn schließlich gehört Leis zu den stabilisierenden Faktoren, die im Zuge der Verbesserung dringend erforderlich sind.

Die Saisonvorschau erschien in unserer Fußball-Beilage im Kreisblatt (31. Juli)