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Bezirksligist gewinnt Testspiel VfL Stenum eröffnet Vorbereitung mit elf Treffern

Von Daniel Niebuhr | 03.07.2016, 19:18 Uhr

Die Fußballer des VfL Stenum steigen als erster Bezirksligist in die Testspiele ein. Sie laufen beim 11:1 gegen Berne aber noch im Sommerfußballmodus.

Es war nur ein Fußball-Freundschaftsspiel, das am Freitagabend am Stenumer Kirchweg ausgetragen wurde – und der VfL gab sich auch keine Mühe, das zu verheimlichen. Dem langen Rasen auf dem Hauptplatz hatte sich offenkundig seit längerem niemand mehr zugewandt, hinter dem Tor scheuchte Co-Trainer Werner Bruns die eine Hälfte seines Bezirksliga-Kaders durch einen Hütchen-Parcours, während die andere gegen Kreisligist SVG Berne kickte – bei dem fast jeder Spieler eine andere Hose zu tragen schien. Kurz gesagt: Beim ersten Testspiel der Saison im Bezirk Weser-Ems war noch nicht alles ganz punktspielreif.

Das ließ sich auch über die Stenumer Offensive sagen, die beim lockeren 11:1 (5:0) gegen überforderte Berner zwar torhungrig war, spielerisch aber noch im Sommerfußball-Modus lief. Das sei auch in Ordnung so, meinte Trainer Thomas Baake: „Wichtig war, dass alle mindestens eine Halbzeit gespielt haben. Ich habe einen ersten Eindruck bekommen.“

Langer Rasen behindert das Passspiel

Genauer gesagt standen alle Stenumer Feldspieler, darunter auch Neuzugang Mark Gerken vom TV Jahn, exakt 45 Minuten auf dem Platz, weil Baake in der Pause komplett durchwechselte. Lediglich der junge Schlussmann Torwart Jan-Niklas Krause spielte durch, durfte die meiste Zeit über aber die milde Abendluft genießen. Seine Vorderleute unterhielten die 19 Schaulustigen gut. Julian Dienstmaier (1./3.), Fynn Dorrmann (25.), Helge Petershagen (41.) und Matthias Gatser (44.) trafen vor der Pause. Nach Bernes Tor durch Fabian Neumann (52.) erhöhten Lukas Schwieters (56.) und Lennart Höpker (73./77.) auf 8:1, ehe Bastian Morche in den letzten sechs Minuten ein kurioser Hattrick gelang. Vor dem Elfmeter, der zum 9:1 führte, stand er gute zwei Meter im Abseits. Beim 10:1 wähnte ihn dagegen der Linienrichter im Abseits und hob die Fahne, die Berner ließen Morche den Ball einschieben, doch Schiedsrichter Ingo Stephan gab das Tor – denn der Pass war vom Gegner gekommen. Beim 11:1 nach einem Solo brauchte Morche keine Hilfe. „Ich bin zufrieden. Der Ball lief noch nicht so gut, was aber auch am ungemähten Rasen lag. Sowas wird es nicht noch einmal geben“, sagte Baake. Er flog gestern in den Urlaub und überließ Werner Bruns die nächsten Schritte in der Vorbereitung, die am Sonntag mit einer Laufeinheit weiterging.