Ein Angebot der NOZ

Blitzturnier in Ganderkesee VfL Stenum holt sich den Pokal

Von Klaus Erdmann | 16.07.2017, 19:07 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum behaupten sich im Endspiel des gelungenen Ganderkeseer Turniers gegen den FC Hude. VfL Wildeshausen und TSV Ganderkesee II teilen sich den dritten Platz.

Die Premiere trägt das Etikett „gelungen“: Den Sport-Duwe-Vorbereitungscup, den die Fußballer des TSV Ganderkesee am Samstag erstmals veranstalteten, können die Verantwortlichen als Erfolg verbuchen. Der Gastgeber erntete viel Lob, sodass einer Neuauflage dieses Events am Immerweg nichts im Wege stehen dürfte. Im Endspiel siegte Bezirksligist VfL Stenum mit 3:2 (0:0) nach Entscheidungsschießen gegen Bezirksliga-Absteiger FC Hude.

In den Halbfinals gewannen Hude (gegen das Kreisklassenteam Ganderkesee II) und Stenum (gegen Landesliga-Absteiger VfL Wildeshausen) ebenfalls jeweils mit 3:2 nach Elfmeterschießen. Neben den genannten Teams beteiligten sich die Kreisligisten TV Jahn Delmenhorst, TSV Ganderkesee, SV Atlas Delmenhorst II und VfR Wardenburg an diesem gelungenen Turnier. Mit Ausnahme des Endspiels (hier einigten sich die Beteiligten auf 20 Minuten) dauerten die Partien eine halbe Stunde. Acht Mannschaften absolvierten 15 Begegnungen, in denen – während der regulären Spielzeiten – 23 Tore fielen. Bei allen Teams standen viele Spieler nicht zur Verfügung, kamen zahlreiche Nachwuchskräfte zum Einsatz.

Stenumer Sieg mit Mini-Kader

Die letzte Partie endete mit dem dritten Elfmeterschießen des Turniers. Wie bereits im Halbfinale parierte Stenums Schlussmann Thorben Riechers den ersten Elfmeter. Seine Mannschaftskollegen Ole Braun, Kristian Bruns und Maximilian Klatte verwandelten. Stenums Trainer Thomas Baake, der darauf verwies, dass ihm lediglich elf Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung standen, zeigte sich sehr zufrieden: „Ich muss dem Mini-Kader ein Kompliment machen. Wir haben nicht ein Tor zugelassen. Wir haben als Mannschaft funktioniert.“ Riechers sei ein Stück weit der Matchwinner gewesen. „Er wird eine wichtige Stütze für uns werden.“

Starke Ganderkeseer Reserve

FC Hude registrierte einen Wermutstropfen: Leistungsträger Cüneyt Yildiz schied mit einer Knieverletzung aus. „Eine genaue Diagnose liegt noch nicht vor“, meinte Co-Trainer Sascha Stolze am Sonntagmittag. Nach einem „holprigen Auftakt“ habe die Mannschaft die Vorgaben gut umgesetzt. Wichtig sei, dass jeder Spieler viele Einsatzzeiten erhalten habe. „Die Leistungen der A-Jugendlichen haben wir positiv gesehen“, sagte Stolze.

Eine beachtliche Rolle spielte mit dem TSV Ganderkesee II der klassenniedrigste Teilnehmer. Die Mannschaft blieb in der Gruppe B ungeschlagen und musste sich im Halbfinale gegen die Huder erst im Entscheidungsschießen geschlagen geben und kassierte nur ein Tor. „Die Integration der Neulinge klappt“, sagte Co-Trainer Timo Obal. Mit dem neuen 5-3-2-System sei er zufrieden. „Wir befinden uns auf einem guten Weg“, lautete Obals Fazit.

Wildeshausens Übungsleiter Marcel Bragula vergab an den VfL die Attribute „durchschnittlich“ (0:0 gegen Ganderkesee), „katastrophal“ (1:1 gegen Jahn) und „vernünftig“ (2:0 gegen Hude und 2:3 im Elfmeterschießen gegen Stenum). Insgesamt, betonte Bragula, sei er nicht so richtig zufrieden.

Jahn-Trainer Busch lobt A-Jugendliche

Der TV Jahn musste in Ganderkesee ohne einen etatmäßigen Torwart auskommen. „Die vier A-Jugendlichen haben sich gut eingefügt“, lobte Trainer Andreas Busch. Seine Mannschaft habe während der zweiten Trainingswoche viel getan und er sei zufrieden mit der Leistung der Jungs, ergänzte Busch, der mit seinen Schützlingen von Freitag bis Sonntag ein Trainingslager in Damme absolviert.

„Wir haben sieben neue Spieler und es war wichtig, zu sehen, wie weit wir sind“, so Ganderkesees Coach Stephan Schüttel. Die internen Zugänge würden sich „komplett reinhauen“. Mit Jan Badberg kehrt ein Spieler aus der vierten Mannschaft zurück.

Die zweite Vertretung des SV Atlas bot mit Simon Matta und Dennis Metzing zwei Spieler aus dem Oberliga-Kader auf. „Wir sind im ersten Spiel schlecht in das Turnier gekommen“, sagte Trainer Sven Schlundt. Nach einer „großen Besprechung“ habe man sich anschließend verbessert.

Sören Heeren, Trainer des VfR Wardenburg, berichtete, dass ihm 21 seiner 29 Spieler gefehlt hätten. „Am Montag sind die meisten aber wieder da. Wir haben mit der halben A-Jugend gespielt“, unterstrich er. Ansonsten liefe die Vorbereitung „super“. 24 Spieler seien durchschnittlich beim Training.

Neben acht Mannschaften kamen beim Sport-Duwe-Vorbereitungscup auch acht Schiedsrichter zum Einsatz: Maurice Kulawiak (VfL Stenum), Dominik Wiltfang (TuS Heidkrug), Attilio Stefania (Delmenhorster TB), Hannes Nehls (VfL Wildeshausen), Jannis Bücking (TSV Ganderkesee), Paul Lange (Borussia Delmenhorst), Justin Seng (TV Jahn Delmenhorst) und Leon Kiesler (Wildeshausen).

Das Turnier erfreute sich großer Zustimmung. Allerdings, so schränkte Atlas II-Trainer Schlundt ein, seien die Möglichkeiten, sich warm zu machen, „suboptimal“. Baake sprach von einem „schönen Vorbereitungsturnier“ und dessen Wildeshauser Kollege Bragula freute sich über Treffen mit Bekannten. Die Kommentare seien positiv, meinte Ganderkesees spielender Co-Trainer Patrick Meyer. Einige Teams seien im nächsten Jahr gerne wieder dabei, sagte Meyer, der die Helferinnen (Spielerinnen der A-Junioren und Vertretrinnen der Gemeinschaft Ganderkeser Vereine) mit Lob bedachte.