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Blümel trifft in der Nachspielzeit SV Baris stoppt seinen Negativlauf –3:2

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 23.04.2018, 00:03 Uhr

Das war wichtig im Kampf um den Klassenerhalt: Der SV Baris Delmenhorst hat in der Fußball-Bezirksliga seine Sieglos-Serie mit einem 3:2 (1:1) über den WSC Frisia Wilhelmshaven beendet.

In der Nachspielzeit hielt es dann auch Deniz Bastürk nicht mehr hinter der Absperrung neben der Trainerbank. Der zweite Vorsitzende des SV Baris stellte sich neben Trainer Önder Caki und Co Coskun Caki in die Coachingzone und versuchte, seine Mannschaft zu dirigieren. Am Sonntag um 15.59 Uhr hatte Schiedsrichter Frederick Blanke dann ein Einsehen mit den Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten und pfiff nach sechsminütiger Nachspielzeit das Heimspiel gegen WSC Frisia Wilhelmshaven ab, das mit einem 3:2 (1:1)-Sieg endete. Es war der erste Dreier für den türkischen Klub seit dem 26. November (3:2 gegen GVO Oldenburg) und nach sechs sieglosen Spielen mit nur einem Punkt.

Önder Caki war nach Spielende „stolz“ auf seine Mannschaft, „weil wir den Kampf angenommen haben“. Er sah aber noch viel Verbesserungsbedarf. „Wir haben phasenweise zu viele lange Bälle gespielt.“ Auch, dass sich sein Team viel mit dem Referee und weniger mit dem Spiel beschäftigte, monierte er.

Matchwinner bei Baris war der dreifache Torschütze Mikael-Cihan Blümel. Das 1:1 erzielte der Angreifer per Strafstoß (21.), nachdem Dennis Kuhn nach einem langen Blümel-Ball von Torwart Thorben Kutscher gefoult worden war. Das 2:1 erzielte der Linksfuß, nachdem er einen zu kurzen Rückpass von Marcel Hansche erlaufen und Kutscher ausgespielt hatte (47.). Den 3:2-Siegtreffer schoss Blümel etwas glücklich per abgefälschtem Freistoß (90.+1).

Mit seinem Torjäger war Caki kurioserweise nicht ganz zufrieden. „Miki hat noch ein wenig Ladehemmung. Er muss sich noch mehr zutrauen.“ Blümel war zusammen mit dem bei langen Bällen kaum zu haltenden Sturmpartner Dennis Kuhn dennoch der Aktivposten bei Baris.

Vor 75 Zuschauern entwickelte sich ein munteres Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Die Gäste-Führung erzielte Hendrik Wendt nach einem „völlig unnötigen“ Foul von Anuk Ugur per Foulelfmeter (14.). Den 2:2-Ausgleich köpfte der just eingewechselte Wilhelmshavener Melvin Lamberty mit seinem ersten Ballkontakt in den Winkel (55.). Nach dem 2:2 hatten die Teams ein gutes halbes Dutzend Chancen auf ihren Siegtreffer. In der zunehmend härter geführten Schlussphase sah WSC-Spieler Dennis Müller Gelb-Rot (90.). Den folgenden Freistoß verwandelte Blümel – und die Erleichterung beim SV Baris war riesengroß.