Ein Angebot der NOZ

Bundesliga-Reserve in Delmenhorst HC Delmenhorst gibt sich furchtlos

Von Klaus Erdmann | 30.01.2015, 10:00 Uhr

Der HC Delmenhorst hofft in der Hockey-Oberliga auf einen Überraschungserfolg gegen Hannover 78 II. Die Gäste könnten mit Bundesligaspielern aufrüsten.

„Im Hinspiel waren wir nicht chancenlos, so dass wir noch mal alles versuchen werden.“ Ulli Hader, Spielertrainer der Herrenmannschaft des Hockey-Clubs Delmenhorst (HCD), gibt sich furchtlos. Diese Jetzt-erst-recht-Mentalität ist dringend vonnöten, denn mit Hannover 78 II erwartet das Schlusslicht der Oberliga am Sonntag den souverän führenden Spitzenreiter. Das „ganz besondere Duell“ (Ulli Hader) beginnt um 12 Uhr in der Halle Am Wehrhahn. Die Vorzeichen können unterschiedlicher kaum sein. Während den Delmenhorstern vor dem drittletzten Spieltag der Abstieg droht, streben die Landeshauptstädter den Titel an.

Ex-Nationalspieler traf im Hinspiel dreimal für Hannover

In der ersten Begegnung zogen sich die HCDer in der Tat achtbar aus der Affäre – trotz des 8:13 (5:9). „Die Mannschaft hat Moral gezeigt“, gewann der Coach der Niederlage eine positive Erkenntnis ab. Während ihm einmal mehr nur ein ersatzgeschwächtes Team zur Verfügung stand, boten die Hannoveraner mit dem dreifachen Torschützen Felix Oldhafer einen elffachen Nationalspieler auf.

Hader fürchtet aufgerüstete Gäste

Die jungen Delmenhorster rechnen erneut mit einem starken Kontrahenten: „Die erste Mannschaft des Gegners hat den Aufstieg in Bundesliga bereits erreicht, so dass die Herren II jetzt nachziehen wollen“, betont Ulli Hader. Durch das frühe Saisonfinale der 2. Bundesliga könne der Gast aus dem Vollen schöpfen. Nach zehn Siegen in Folge kassierte der Tabellenführer am Sonntag mit dem 7:12 (2:6) beim MTV Eintracht Celle (24 Punkte) die erste Niederlage. Hinter dem TSV Bemerode (elf Zähler) und dem DHC Hannover II (neun) belegt der HCD mit acht Punkten den achten und letzten Platz. Die Hausherren, die auf eine größere Kulisse als beim 11:4 gegen den Braunschweiger THC II hoffen, müssen am Sonntag auf Robert Hader und Friedemann Brockmeyer verzichten.