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Burginsellauf Italienischer Sieg beim Delmenhorster 24-Stunden-Lauf

Von Klaus Erdmann | 17.06.2018, 22:20 Uhr

Delmenhorst Beim 24-Stunden-Burginsellauf in Delmenhorst siegen Stefanie Makiola von den Ultrafriesen und der Italiener Antonio Tallarita. Bei den Mannschaften gewinnen das Mix-Team TSV Neuenwalde And Friends, die Round Runners und die High Speed Ladies. Knapp 900 Aktive gehen bei dem gelungenen Event an den Start.

Ein Teilnehmer hat den Gesamtsieg oder den ersten Platz in seiner Altersklasse bejubelt, ein anderer Starter freute sich über einen persönlichen Rekord, ein Dritter war froh darüber, dass er das Ziel erreicht und den inneren Schweinehund überwunden hat – um es auf einen Nenner zu bringen: Bei der 15. Auflage des 24-Stunden-Burginsellaufs, der am Sonntag um 12 Uhr endete, gab es keine Verlierer. Und: Neben den Aktiven – der ausrichtende Laufclub 93 meldete knapp 900 Starter – gehörte erneut das Orgateam des Gastgebers zu den Gewinnern.

Schwüle während der ersten Stunden, Regen in der Nacht und ein bewölkter Himmel am Sonntagvormittag – der Wettergott präsentierte sich launisch.

Sieg mit Delmenhorster Hilfe

Bei den Mix-Teams bewältigten der TSV Neuenwalde And Friends den 1205 Meter langen Rundkurs 292-mal. Damit gewann der Vorjahreszweite vor dem Team Nur deine Mudda rennt schneller (287 Runden), das im letzten Jahr auf Rang eins landete. Zum Sieger gehörte auch der Delmenhorster Dieter Kreuzer. „Wir wollten vorne mitmischen“, sagte er. „Gegen 7 Uhr zeichnete sich unser Erfolg ab.“ Ihre Mannschaft sei zufrieden, unterstrich Lorena Menze (Nur deine Mudda rennt schneller). Und: „Wir haben einen Teamrekord aufgestellt.“

Bei den Männern behaupteten sich die Round Runners, die 277 Runden absolvierten. Bei den Frauen machten die High Speed Ladies ihrem Namen alle Ehre: Sie gewannen mit 200 Runden vor den Gantermädels. Bei den Vertreterinnen des Lauftreffs Ganderkesee standen 198 Runden zu Buche. In der Gesamtwertung setzten sich die beiden ersten Mix-Teams vor der siegreichen Männermannschaft durch.

Lauf-Senioren ernten Beifall

„Er kam, sah und siegte“, lautete das Motto in der Gesamtwertung der Männer. Zur Nr. 1 avancierte der Italiener Antonio Tallarita (159 Runden, Altersklasse 55). „Ihn haben wir in Bremen vom Flughafen abgeholt“, berichtete Dieter Meyer, der mit Birgit Woltjen-Ulbrich, Vorsitzende des Laufclubs 93, an der Spitze des Organisationsstabes stand. In der Frauen-Gesamtwertung landete Stefanie Makiola von den Ultrafriesen mit 143 Runden an der Spitze. In der Gesamtwertung erreichte Sonia-Isabel Göbel, die in der Altersklasse Frauen die Nase vorn hatte, Position zwei. „Ich hatte kein Ziel. Ich wollte einfach so lange wie möglich laufen.“ Von Mitternacht bis 3 Uhr habe sie geschlafen. „Dann habe ich gesehen, dass ich noch Zweite bin und habe wieder Gas gegeben“, erklärte die Aktive, die für die LG Mauerweg Berlin startet.

Weitere imponierende Ergebnisse fördert ein Blick auf die einzelnen Altersklassen zutage. Der für Eintracht Delmenhorst startende Rudi Hanisch, Jahrgang 1938, meisterte 88 Runden. Er war einziger Teilnehmer in der Altersklasse 80 und wurde unter 114 Männern 45. Christel Kunze (LG Ultralauf, Jahrgang 1937) gelangen 46 Umrundungen. Im Gesamtklassement, das 41 Aktive umfasste, wurde sie 34.

Rekord bei den Einzelstartern

Dieter Wöber (Turnerschaft Hoykenkamp) wurde in der Altersklasse 70 Zweiter (72 Runden). Er fiel auf, da er nicht nur einen Hut, sondern auch einen Rucksack trug. Wöber: „Der Rucksack war auch dabei, als ich 2011 die 3063 Kilometer nach Santiago de Compostela bewältigt habe.“ Im Anzug waren Thomas Eberhardt und Jürgen Puhr unterwegs. „Es handelte sich um Sponsoring, wobei ich zunächst dachte, ich bekomme einen Laufanzug“, berichtete Eber-hardt. Der Anzug habe jedoch gut funktioniert. Um 1.30 Uhr musste der von Blasen geplagte Delmenhorster allerdings unterbrechen. Eberhardt: „Die letzten drei Stunden bin ich aber wieder gelaufen.“

Dieter Meyer, der den 24-Stunden-Burginsellauf als „rundum gelungen“ bezeichnete, positive Kommentare der Gäste einheimste und erfreut zur Kenntnis nahm, dass es keine großen Verletzungen gab, verwies bei der Einordnung der sportlichen Ergebnisse auf das Wetter: „Angesichts der Bedingungen sind die Leistungen sehr gut. Die Leute haben mehr getrunken und deutlich mehr Obst gegessen als sonst.“ Birgit Woltjen-Ulbrich freute sich über einen Teilnehmerrekord bei den Einzelstartern (190), während sie sich bei den Schülern (insgesamt 28 Teams) mehr Teilnehmer gewünscht hätte. Auch sie zeigte sich sehr zufrieden. Um 13.47 Uhr gab sie bekannt: „Die ersten Anmeldungen für das nächste Jahr sind bereits eingegangen.“ Nach dem 24-Stunden-Burginsellauf...

P. S. Das 16. Event ist für den 22. und 23. Juni 2019 terminiert.

 Weitere Information, Bilder und das Video zum Lauf gibt es hier.