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„Burning Roads“ Urania-Rennradfahrer finishen beim Marathon-Rennen

Von Frederik Böckmann | 18.06.2015, 10:11 Uhr

320 Kilometer, 3100 Höhenmeter, über 11 Stunden-Netto Fahrzeit – die „Burning Roads“ durch Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gelten als eines der härtesten Rennen für Amateure. Mit dabei: drei Rennradfahrer des RV Urania.

Christian Evers machte aus seiner Verfassung kein Geheimnis. „Wir sind alle ganz schön angeknockt.“ Dennoch strahlte der Rennradfahrer des RV Urania Delmenhorst über beide Ohren. Denn gemeinsam mit Ingo Köster und Thomas Eberhardt nahm Evers jetzt am 9. Ochtruper Fahrrad-Marathon teil. 3100 Höhenmeter verteilt auf 320 Kilometern – die „Burning Roads“ gelten als eines der härtesten Jedermann-Rennen in Deutschland. „Erholung gibt es selten, Natur und Panorama umso mehr“, warben die Organisatoren für die Veranstaltung „von Amateuren für Amateure“.

Strecke führt durch den laufenden Verkehr

Was die Burning Roads fast einzigartig macht, ist ihr Konzept: Bis 2014 waren sie eine geführte Langstreckentour mit maximal 100 Teilnehmern, die gemeinsam die komplette Strecke abfuhren. Dies änderte sich 2015: Die 320 Kilometer durch den laufenden Verkehr im Teutoburger Wald, das Osnabrücker Land, das Wiehengebirge und das Tecklenburger Land waren in kleinen Gruppen und auf nicht ausgeschilderten Strecken zu befahren.

„Die Strecke war nicht von schlechten Eltern“, meinte Evers. Eberhardt nutzte das Rennen deshalb auch als Vorbereitung für den Delmenhorster 24-Stunden-Burginsellauf, wo „Iron Tom“ am Samstag als Titelverteidiger startet.

Herrliche Parklandschaften und unzählige Anstiege

Permanent ging es bei dem Rennen rauf und runter, ein Rhythmuswechsel folgte auf den nächsten, ruhigen Nebenstraßen und herrlichen Parklandschaften folgten „unzählige Anstiege mit rasanten Abfahrten“, sagte Evers. Es war eine Strecke, die dem Urania-Trio alles abverlangte.

Als besondere Schwierigkeit erwies sich teilweise die Streckenführung. Da nicht alle Sportler mit GPS-fähigen Fahrradtachometern fuhren, „war etwas Spürsinn und die Hilfe von Mitfahrer gefragt, um die drei Kontrollpunkte zu erreichen“, berichtete Evers. „An einer Station sind wir dann trotzdem glatt vorbei gefahren.“ Trotz dieser Hindernisse stellte Evers nach einer Netto-Fahrzeit von 11:35 Stunden fest: „Es war eine gelungene Veranstaltung mit tollen Leuten. Mein Saisonhighlight.“

550 Kilometer durch Norwegen

Apropos Highlight: Dieses steht fünf anderen Urania-Fahrern an diesem Wochenende bevor. Sie starten beim Radklassiker Trondheim – Oslo. 550 Kilometer durch das sommerliche, nasse und in den Bergen winterliche Norwegen.