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Championate in Warendorf Hengst Gentleman ist Bundeschampion 2017

Von Lars Pingel | 05.09.2017, 09:31 Uhr

Der Hannoveraner-Hengst Gentlemann ist Bundeschampion 2017 der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde. Mit seiner Reiterin Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee gewann er die Finalprüfung des Championats in Warendorf. Das fünfjährige Dressurpony Nike’ Newcomer von Antonia Busch-Kuffner (RV Ganderkesee), die es in Warendorf auch ritt, belegte den zweiten Rang.

Mit einer schwarz-rot-goldenen Schärpe und je einer Gold-, Silber- und Bronzemedaille in ihrem Gepäck machten sich Sandra Auffarth und Silvia Busch-Kuffner vom RV Ganderkesee am Sonntagabend vom Bundesleistungszentrum der deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf aus auf den Heimweg. Sie hatten dort erfolgreich Pferde beim Bundeschampionat 2017 vorgestellt. Während der fünftägigen Veranstaltung waren die besten Nachwuchspferde in den verschiedenen Disziplinen und in unterschiedlichen Altersklassen gekürt worden.

Gentleman brilliert im Gelände

Schärpe und Goldmedaille zierten während der Siegerehrung der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde den Hengst Gentleman und seine Reiterin Sandra Auffarth. Die 30-jährige Bergedorferin, amtierende Einzel- und Mannschaftsweltmeisterin, ritt den Hannoveraner im Finale zum Sieg. Die Dressur, mit der die Kombinierte Prüfung begann, wurde mit der Wertnote 9.2 – die beste der 21 Finalisten – bewertet. Im Springen erhielt das Paar eine 8.1. „Den Vogel“, berichtete FN-Pressesprecherin Uta Helkenberg, „schoss der von Annette und Detlef Schelhas (Lage) gezogene Dunkelbraune jedoch im Gelände ab.“ Mit einer doppelt gewerteten 9.5 (die Höchstnote ist eine 10.0) ergab sich die Gesamtnote von 36,3 Punkten, mit der Gentleman zum Bundeschampion wurde. Der gekörte Hengst gehört dem Gestüt Lichtermoor, seit 2014 ist er im Beritt von Auffarth, die ihn ausgebildet hat und mit ihm auch schon in Springprüfungen gestartet ist.

Neuer Name und Bronze

Gentleman war aber nicht das einzige Pferd, mit dem Auffarth die Qualifikationsnormen für das Bundeschampionat erfüllt hatte. Bereits zum zweiten Mal trat sie mit Quadro Porte in Warendorf an. Bei den sechsjährigen Vielseitigkeitspferden wurde der Oldenburger Wallach aus der Zucht von Evgenia Gurfinkel (Travemünde), der Auffarth von seinem Besitzer Nikolaus Prinz von Croy zur Verfügung gestellt wird, Dritter. Sein Geländeritt wurde mit einer 8.7 bewertet, sodass sich nach Dressur (7.7) und Springen (7.9) eine Gesamtnote von 33,0 Punkten ergab. Bundeschampion wurde der Holsteiner Costbar mit der Reiterin Marina Köhncke (35,7). In Heike Jahnke war eine weitere Vielseitigkeitsreiterin des RV Ganderkesee in diesem Finale dabei. Sie platzierte sich mit Coco Spring als Neunte (31,0).

Bei seinem ersten Start in Warendorf nannten Auffarth und, unter anderem, der Stadionsprecher den damals fünfjährigen Oldenburger Wallach übrigens noch „Quadro Jape“, berichtete die FN. „Das konnte aber nie einer so richtig aussprechen“, sagte Auffarth. Mit der Ausstellung des FEI-Passes, der zur Teilnahme an internationalen Prüfungen berechtigt, wurde der Name in Quadro Porte geändert. In Anlehnung an den Rennwagen Maserati Quattroporte, erklärte Helkenberg.

Auffarth teilte derweil auf ihrer Facebookseite mit, dass sie „sehr, sehr stolz“ auf die beiden Pferde sei: „Beide machten einen super Job!“.

Antonia Busch-Kuffner reitet mit Nike’s Newcomer auf Platz zwei

Das galt auch für die beiden Dressurponys, die Antonia Busch-Kuffner in Warendorf vorstellte. Ihr Hannoveraner Nike’s Newcomer wurde Vizechampion bei den Fünfjährigen. Busch-Kuffner war erste Starterin in der Finalprüfung (Klasse L) der zwölf Besten. Ihr Pony zeigte viel Ausstrahlung, lobte die FN. Es wurde mit der Wertnote 8.4 bewertet. Nur um ein Zehntel besser war Sieger Clooney, der von Nadine Krause (Bad Homburg) geritten wurde.

Busch-Kuffner platzierte sich in Warendorf zudem mit Reitland’s Obama, der ihr von Nicol Dudek zur Verfügung gestellt wird, auf einem geteilten neunten Rang (7.2) bei den sechsjährigen Dressurponys. Champion wurde Daily Plaeasure mit seiner Reiterin Ann-Cathrin Rieg (RFV Göppingen). Auch Hanna Hinrichs vom RC Hude hatte sich mit Black eyed peas für das Championat qualifiziert, erreichte das Finale aber nicht.