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CHIO 2016 in Aachen Sandra Auffarth im Team mit Springreitern und Fahrern

Von Lars Pingel | 01.07.2016, 15:28 Uhr

Doppelweltmeisterin Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee startet am 15. und 16. Juli beim CHIO in Aachen. Dort wird sie aber nicht nur in der Vielseitigkeit antreten, sondern auch in einem besonderen Mannschafts-Wettbewerb. In diesem geht es für Teams aus Vierspännerfahrern, Spring- und Vielseitigkeitsreitern um den Sieg.

Am 15. Juli werden Sandra Auffarth und Wolle zum ersten Mal als Deutsche Meister in einen Wettbewerb starten. Die Vielseitigkeitsreiterin des RV Ganderkesee und ihr französischer Wallach, dessen Taufname Opgun Louvo ist, wurden von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für den CHIO in Aachen nominiert. Im Dressurstadion in der Soers wird dann, um 8.30 Uhr, der Mehrkampf im „Weltfest des Pferdesports“ (8. bis 17. Juli) eröffnet. Nach der CICO-Prüfung auf Drei-Sterne-Niveau, die am Samstag, 16. Juli, im Geländeritt entschieden wird, gibt das Deutsche Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) endgültig bekannt, welche vier Vielseitigkeits-Paare für Deutschland bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro antreten werden. Die amtierenden Doppelweltmeister Auffarth und Wolle, die am 19. Juni in Luhmühlen bei ihrem ersten DM-Start den Titelgewinn perfekt gemacht hatten, gehören zum engsten Kreis der Olympia-Kandidaten. Zunächst gilt ihre Konzentration aber der Dressur, dem Springen, das ebenfalls am 15. Juli auf dem Programm steht, und der Geländeprüfung in Aachen. „Wolle und ich freuen uns schon darauf“, schreibt die 29-jährige Bergedorferin auf ihrer Facebook-Seite.

Vielseitigsreiter, Springreiter und Vierspännerfahrer bilden ein Team

Sandra Auffarth wird in Aachen aber nicht nur in der Vielseitigkeit antreten, berichtet Pressesprecher Niels Knippertz für den Aachen-Laurensberger Rennverein, dem Ausrichter des CHIO Aachen. Sie hat zugesagt am 16. Juli ab 21.30 Uhr in einer „neuen, spektakulären Prüfung gemeinsam mit Vierspännerfahrern und Springreitern einen Parcours zu meistern“, erklärt Knippertz. „Schnell wird es werden und stimmungsvoll.“ Er rechnet mit 40000 Zuschauern, die „aus dem Häuschen“ sein werden. „Wir haben mit dem Lavazza-Preis das beliebte Jump and Drive noch einmal weiterentwickelt, sodass es noch rasanter werden wird“, sagt Turnierdirektor Frank Kemperman, der sich sicher ist: „Das Publikum wird die Prüfung lieben.“

In dieser Prüfung werden außer Auffarth einige andere Weltklasse-Vielseitigkeitsreiter antreten, teilt Knippertz mit. Aus dem deutschen Team sind Ingrid Klimke (Münster) und Doppel-Olympiasieger Michael Jung (Horb) dabei, die ebenfalls zu den ersten Anwärtern auf den Start in Rio gehören. Zudem haben Mark Todd (Neuseeland), der zweimalige Aachen-Sieger Christopher Burton (Großbritannien) und Tim Lips (Niederlande) zugesagt.

Auffarth und Knorr in Luhmühlen am Start

An diesem Wochenende startet Auffarth derweil noch einmal in Luhmühlen. Sie hat mit dem siebenjährigen Viamant du Matz für eine internationale CIC**-Prüfung gemeldet, die parallel zu den deutschen Meisterschaften der Junioren und Jungen Reiter in der Lüneburger Heide ausgetragen wird. Dort reitet auch Pauline Knorr für den RV Ganderkesee. Das Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Warendorf tritt mit Wilbert Bo in der CCI*-Konkurrenz, in der die DM-Titel vergeben werden, und mit Starlight in dem Zwei-Sterne-Wettbewerb an.