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Coach Stacy Sillektis mahnt Delmenhorster TV schlägt VfL Stade II deutlich

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 15.10.2017, 16:53 Uhr

Die Oberliga-Basketballer des Delmenhorster TV haben auch das dritte Saisonspiel gewonnen. Sie schlugen den VfL Stade II deutlich.

Nachdem am Samstagabend um 20.51 Uhr der dritte Sieg im dritten Spiel der Basketball-Oberliga eingetütet war, hatte Stacy Sillektis dann doch noch alle Hände voll zu tun. Der Trainer des Delmenhorster TV nahm Glückwünsche entgegen, bekam kleine Präsente überreicht und schleppte einige Kisten mit Kaltgetränken aus dem Regieraum in die Halle. Die Gratulationen hatten zwar auch mit dem 85:68 (47:30)-Erfolg des Tabellenführers über den VfL Stade II zu tun, sie galten aber vornehmlich dem „Mr. Basketball“ des DTV: Denn Sillektis war vor einer Woche zum dritten Mal Vater geworden und hatte deshalb aktuelle und ehemalige Weggefährten zum kleinen Umtrunk eingeladen.

Überspitzt formuliert hatte Sillektis nach der Partie mehr zu tun, als in den 40 Spielminuten zuvor. Der Trainer coachte zwar wie gewöhnlich engagiert an der Seitenlinie, kritisierte wie so häufig halb im Ernst, halb im Spaß die teilweise wilden Aktionen von Topscorer Ali Akkurt (19 Punkte) und diskutierte auch noch in der Schlussminute mit den Referees über eine – aus seiner Sicht – getroffene Fehlentscheidung. Aber: iI Endeffekt war das vermeintliche Spitzenspiel gegen Stade II schon nach dem ersten Viertel entschieden, als die Devils mit 25:11 führten. Über 47:30 (20.) und 74:46 (30.) steuerten die Gastgeber problemlos dem Sieg entgegen.

Sillektis sieht noch viel Luft nach oben

Den Erfolg über den VfL, der auf Topscorer Christian Möller verzichten musste, nahm Sillektis relativ emotionslos zur Kenntnis. „Wir haben nicht gut gespielt“, fand der Trainer. Wenn sein Team in der Defense aggressiv verteidigte und über Steals zu einfachen Punkten kam, „sah das schon ganz gut aus. Aber wir haben noch viel Luft nach oben“, meinte Sillektis. Diesen Tenor wollte Ex-Center Andreas Herbig, der noch den Oberliga-Aufstieg und die Regionalliga-Zeiten mitgemacht hatte, nicht einstimmen. „Früher haben wir häufig nur von Einzelaktionen gelebt. Jetzt sieht das doch richtig nach Basketball aus“, klopfte Herbig seinem Ex-Trainer anerkennend auf die Schulter.

Auch das Publikum honorierte schöne Spielzüge und gelungene Defensivaktionen wiederholt mit Applaus. Weil die Devils im dritten Viertel zwischenzeitlich mit 30 Punkten führten, leistete sich Sillektis den Luxus, seine Starting Five um den agilen Neuzugang Marc Polley (11 Punkte) früh vom Feld zu nehmen und allen Akteuren gleich viel Spielzeit zu geben. Ein Sonderlob gab’s von Coach Sillektis noch für Flügelspieler Tim Frerichs (14 Punkte). „Er hat das echt gut gemacht.“