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Dauergast bei der DM Schachteam des Willms-Gymnasiums auf Titeljagd

Von Richard Schmid | 18.05.2016, 21:25 Uhr

Die Mannschaft des Willms-Gymnasiums gehört zu den besten Schachteams in Deutschland. Nach Platz drei bei der DM haben die Delmenhorster weiter hohe Ziele.

Eine Sensation war er sicher nicht, der dritte Platz des Delmenhorster Gymnasiums an der Willmsstraße bei den Deutschen Schulschach-Meisterschaften Anfang Mai in Aurich. Und doch, für das Gymnasium war dieser Erfolg nach dem letztjährigen vierten Rang der größte Triumph in einem Bundesfinale. Ben-Luca Petri (13), Maximilian Rabe (12), Jari Reuker (15) und Jonas Sinnhöfer (13) mussten sich in sieben Partien lediglich dem späteren Bundessieger aus Coswig geschlagen geben. Obwohl die Willms-Schachspieler den direkten Vergleich mit dem späteren punktgleichen Schachteam aus Gotha mit 2,5:1,5 gewonnen hatten, mussten die Delmenhorster Schachspieler mit dem dritten Platz vorlieb nehmen. Eine gesonderte Wertung, die die Gothaer Schachspieler im Vorfeld niedriger einstufte, machte es möglich. „Im Gegensatz zu anderen Sportarten zählt hier leider nicht der direkte Vergleich“, erläutert Martin Kumpmann, der neben Martina Prange als betreuende Lehrkraft die jungen Schachspieler begleitete, den Spielmodus.

Sechs Stunden Spielzeit pro Tag bei der DM

Anders als bei Einzelwettkämpfen mussten die Schachspieler drei Spiele am Tag absolvieren. „Das sind insgesamt sechs Stunden Spielzeit, das ist teilweise ganz schön anstrengend“, erzählt Ben-Luca Petri. „Pro Partie hat jeder Spieler eine Stunde Zeit“, erläutert er. 2014 schafften es die Willms-Schüler überhaupt zum ersten Mal, sich für die deutschen Schulschach-Meisterschaften zu qualifizieren. „Um dabei zu sein, musst du erst einmal Landesmeister werden“, sagt Kumpmann. „Dieses Jahr war es extrem knapp, erst mit der letzten Runde konnten wir uns in Hannover hauchdünn wieder als Landesmeister qualifizieren. Das dritte Mal hintereinander übrigens“, berichtet Sinnhöfer.

Training an der Schule und im Verein

Ob es mit den Erfolgen so weiter geht, steht allerdings noch in den Sternen, denn nächstes Jahr müssen die Schachspieler in einer höheren Altersklasse antreten. „Da wollen wir nur dabei sein, aber in zwei Jahren spätestens sollten wir auf dem Treppchen stehen“, erläutert Reuker die ehrgeizigen Ziele der Schachmannschaft. Einmal in der Woche wird deshalb im Rahmen der von der Schule seit mehr als 20 Jahren angebotenen Schach-AG trainiert. „Ansonsten üben wir viel zu Hause“, sagt Petri. Und natürlich im Verein. Ben-Luca Petri, Maximilian Rabe und Jonas Sinnhöfer spielen für den Delmenhorster SK, Jari Reuker sitzt für den SK Wildeshausen am Brett.

Für drei der vier jungen Schach-Asse geht es seit Samstag (14. Mai) für neun Tage wieder richtig zur Sache. Seit Pfingstsamstag laufen die deutschen Jugendmeisterschaften im sauerländischen Willingen – der nächste Höhepunkt. Petri, Reuker und Sinnhöfer haben sich hierfür qualifizieren können. Neben dem Schach haben die Vier aber natürlich auch noch andere Interessen. Vor allem die Ballsportarten wie Fußball, Volleyball und auch Tischtennis stehen hoch im Kurs.