Ein Angebot der NOZ

David Uyar trifft zwei Mal Tur Abdin löst Pflichtaufgabe gegen Eintracht Oldenburg

Von Klaus Erdmann | 13.08.2017, 21:13 Uhr

Der SV Tur Abdin Delmenhorst hat einen Start nach Wunsch erwischt. Mit dem 2:0 (2:0) gegen Aufsteiger SV Eintracht Oldenburg landete der Fußball-Bezirksligist einen Auftaktsieg, den der neue Trainer Christian Kaya gefordert hatte.

Dabei handelte es sich um eine Pflichtaufgabe, denn die Delmenhorster werden nicht oft auf einen derart harmlosen Gegner treffen. Insbesondere in Hälfte eins zeigte sich der Gastgeber vor rund 100 Zuschauern deutlich überlegen. Er präsentierte vor der Pause eine Leistung, die zu Hoffnungen Anlass gibt.

Die Chancenverwertung stellte jedoch nicht zufrieden. Über einen deutlicheren Pausenrückstand hätte sich der Neuling nicht beschweren können. So sah es auch Kaya, der personell bedingte Umstellungen vornehmen musste. „Wir hatten reihenweise Chancen und hätten 4:0, 5:0 führen müssen“, erklärte er.

Die erste Gelegenheit bot sich Johannes Artan, der in der 5. Minute erkannte, dass SVE-Keeper Bastian Rieger weit vor seinem Gehäuse stand und mit einem 35-Meter-Schuss an der Latte scheiterte. Nur eine Minute später machte erstmals David Uyar, der mit einem Kopfball das Ziel verfehlte, auf sich aufmerksam. In der 8. Minute parierte Tur Abdins neuer Schlussmann Ehsan Ehsani Tabar einen Schuss von Arian Kruse. Auf der anderen Seite verpasste Manuel Celik, der aus kurzer Distanz vergab, das 1:0 (21.).

 Kopfballstark: Tur-Abdin-Angreifer David Uyar. Foto: Rolf Tobis

Zwischen der 24. und 42. Minute rückte David Uyar wiederholt in den Mittelpunkt. Zunächst gelang ihm nach einer Ecke von Can Blümel per Kopf das 1:0. In der 30. Minute erkannte Schiedsrichter Malte Rathke (Elsfleth) Uyars Treffer aufgrund einer umstrittenen Abseitsstellung nicht an. Nur eine Minute später wehrte Rieger einen Uyar-Heber per Kopf ab. In der 42. Minute staubte Tur Abdins Offensivkraft zum 2:0 ab, nachdem Rieger einen Schuss von Blümel glänzend pariert hatte. Der Hausherr gab vor der Pause unübersehbar den Ton an und verdiente sich mit sehenswerten Kombinationen Anerkennung.

Nach Wiederanpfiff zeigte Tur Abdin nur selten jenes flüssige Spiel, mit dem er in der ersten Halbzeit punktete. Delmenhorst setzte mehr auf lange Bälle und Einzelaktionen und offenbarte mit zunehmender Dauer Konzentrationsmängel. Da die Oldenburger nur selten andeuteten, dass sie nach Delmenhorst gekommen waren, um einen oder mehrere Punkte zu holen, verflachte die Begegnung. In der 64. Minute traf SVE-Spieler Ulrich Leuken nur den Pfosten. In der 76. Minute und während der Nachspielzeit bewahrte Ehsani Taber seine Elf vor einem Gegentor.

Coach Kaya betonte, dass die Torwartfrage noch nicht entschieden sei: „Ehsan hat gespielt, weil er über mehr Erfahrung verfügt.“ Ansonsten sagte der Trainer, dass sein Team in der zweiten Halbzeit „irgendwie eingeschlafen“ sei. Alle Spieler seien noch nicht bei 100 Prozent.