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Delmenhorster Dreier-Show im Video Irrer Rekord für Basketballer Stacy Sillektis

Von Daniel Niebuhr | 28.02.2016, 22:30 Uhr

Im Stile von NBA-Star Stephen Curry: Oberliga-Basketballer Stacy Sillektis vom Delmenhorster TV erzielt beim 122:82 gegen den Bremer TV Friesen elf Dreier.

Parallelen zwischen Delmenhorst und Oklahoma City zu ziehen, ist ohne Zweifel ziemlich verwegen – Ahmet Ildem wagte es am Sonntagnachmittag trotzdem. Der Basketball-Routinier des Delmenhorster TV schlug seinem Spielertrainer Stacy Sillektis nach dem 122:82 (58:40)-Spektakel gegen das Oberliga-Schlusslicht Bremer TV Friesen kräftig auf die Schulter und verkündete: „Dieser Junge ist fast so gut wie Steph Curry.“

Über diesen Vergleich mit dem aktuell besten Basketballer der US-Profiliga NBA konnte Sillektis nur verlegen schmunzeln, andererseits war er an keinem Tag so angebracht wie gestern. Unfassbare elf Dreipunktewürfe hatte der 39-Jährige gegen die Bremer verwandelt; und das rund zehn Stunden, nachdem besagter Curry mit zwölf Dreiern für die Golden State Warriors in Oklahoma City (121:118 nach Verlängerung) die ewige NBA-Bestmarke eingestellt hatte. Für Sillektis reichte es immerhin zum neuen Oberliga-Saisonrekord, das aber immerhin mit großem Abstand. „Wenn es läuft, dann läuft es“, meinte er gewohnt lapidar. Insgesamt erzielte der Flügelspieler 47 (!) Punkte.

Seine Dreiershow war als Unterhaltung gern gesehen, denn große Spannung bot die Partie nicht. Die Delmenhorster, die in der Tabelle noch bestenfalls Vierter werden können, hatten die Gäste im Griff. 27:15 stand es nach dem ersten Viertel, die wacker kämpfenden Bremer hielten bis zur Halbzeit einigermaßen mit, dann drehten die Devils aber auf. Nach dem 73:57 legten die Delmenhorster einen 18:2-Lauf bis zum 91:59 hin. Bis dahin stand Sillektis bei fünf Dreiern, in den letzten acht Minuten kamen weitere sechs hinzu. „Wir haben ihn auch gut gefüttert“, scherzte Ildem und wies darauf hin, dass Sillektis eigentlich sogar besser war als NBA-Star Curry: „Der hat für seine zwölf Dreier die Verlängerung gebraucht, Stacy hat seine elf in 40 Minuten gemacht.“