Ein Angebot der NOZ

Delmenhorster Golf-Charity-Turnier Ex-Werder-Trainer Thomas Schaaf übernimmt Schirmherrschaft

Von Lars Pingel | 24.04.2017, 23:07 Uhr

Der ehemalige Werder-Profi und -Trainer Thomas Schaaf übernimmt die Schirmherrschaft für die Offene Delmenhorster Golfmeisterschaft 2017, die als Charity-Turnier zugunsten von Trauerland, des Fördervereins Palliativstation Delmenhorst und des Vereins Gesundheit im Kindesalter ausgetragen wird. Das Turnier wird am Samstag, 20. Mai, auf dem Platz des Golfclubs Oldenburger Land in Dingstede ausgetragen. Meldeschluss ist am 13. Mai.

Am Samstag, 20. Mai, wird Thomas Schaaf (wahrscheinlich) Golf spielen. Zum Spaß – und, vor allem, für einen guten Zweck. „Wenn ich beruflich nicht eingebunden bin, werde ich dabei sein“, sagte der ehemalige Profi und Trainer des Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen am Montag über die Offene Delmenhorster Meisterschaft, die dann auf dem Platz des Golfclubs Oldenburger Land an der Hatter Straße 14 in Hatten-Dingstede zum dritten Mal ausgetragen wird. Wie schon die ersten Auflagen ist sie ein Charity-Turnier. Der Erlös der Veranstaltung kommt, erklärte Hans-Ulrich Salmen, Geschäftsführer der Stadtwerkegruppe, dem Verein Trauerland, dem Förderverein Palliativstation Delmenhorst und dem Verein Gesundheit im Kindesalter zugute. Thomas Schaaf hat die Schirmherrschaft für das Turnier übernommen, dessen Hauptsponsoren außer den Stadtwerken das Delmenhorster Ergo-Versicherungsbüro und die RDG Gebäudeservice GmbH sind.

Thomas Schaaf ist Botschafter für Trauerland

„Das wird für die Teilnehmer sicher ein tolles Erlebnis“, sagte Schaaf. „Wenn man damit auch noch anderen Menschen helfen kann, ist das eine besonders schöne Sache.“ Die Schirmherrschaft für das Charity-Turnier hat er „wirklich gerne“ übernommen. Der 55-Jährige engagiert sich bereits seit vielen Jahren als Botschafter für den Verein Trauerland, der Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche bietet, die einen nahestehenden Menschen verloren haben. „Trauerland ist in Bremen und Oldenburg ansässig. Delmenhorst liegt in der Mitte, das passt ganz gut“, sagte Schaaf. Der Verein würde fast ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern cirka 200 Kinder betreuen. Trauerland leiste umfassende Hilfe im Trauerprozess. „Die Arbeit, die dort gemacht wird, ist super“, lobte Schaaf und erklärte: „Der Verein existiert ausschließlich von Spenden.“ Er sei auf jeden Cent, jeden Euro angewiesen. „Deshalb freuen wir uns sehr über solche Veranstaltungen“, erklärte er.

Veranstalter hoffen auf mehr als 60 Teilnehmer

Das Geld, das durch das Turnier gesammelt wird, geht zu gleichen Teilen an die drei Vereine, berichtete Salmen. 2016 waren 7500 Euro zusammen gekommen, die den Integrationslotsen, der Gemeinschaft Hasport und der Delmenhorster Tafel zugute kamen. 45 Golfsportler hatten an dem Turnier teilgenommen. Beide Zahlen sollen am 20. Mai übertroffen werden, erklärten die Veranstalter Salmen, Thomas Niekau (RDG Gebäudeservice) und Andreas Dröder (Ergo) am Montag. „Ich hoffe, dass wir jetzt deutlich über die 60 Teilnehmer kommen“, sagte Salmen. Zur Premiere 2015 hatten sich 36 Golfer angemeldet, die Spendensumme betrug 5500 Euro. „Wenn wir diese Steigerung fortsetzen können, lässt sich sagen: Das Turnier ist etabliert“, sagte Salmen. Das ist das Ziel der Ausrichter, die sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Golfclub freuen: „Ohne dessen Unterstützung wäre das nicht möglich.“

Vierer-Teams ermitteln Sieger

Frauen und Männer können in dem Turnier mitspielen, erklärte Niekau. Die gemeldeten Aktiven werden in Vierer-Teams eingeteilt. Dabei berücksichtigt die Turnierleitung die Spielstärke, das Handicap des Einzelnen, um etwa gleichstarke Gruppen zusammenzustellen. Die Sieger des Wanderpokals werden in der Spielart Texas Scramble ermittelt. Das heißt (etwas vereinfacht), dass alle Teammitglieder immer aus der Nähe des jeweils bestplatzierten Balles weiterspielen.

„Maximal können an dem Turnier 80 Spieler teilnehmen“, sagte Salmen. Die Teilnahmegebühr beträgt 65 Euro pro Person, darin sind Essen und Getränke inbegriffen. Weitere Informationen zu dem Turnier und zur Anmeldung können unter Telefon 04482/8280 erfragt werden. Dort werden die Anmeldungen auch entgegengenommen. Meldeschluss ist am Samstag, 13. Mai.

Thomas Schaaf kennt den Platz in Dingstede

Schaaf war sich am Montag sicher, dass auch Fußball am 20. Mai eine größere Rolle spielen wird. Schließlich geht an diesem Nachmittag die Bundesligasaison 2016/2017 zu Ende. „Das werden wir verfolgen“, sagte er. Sicher mit einem besonderen Interesse für den SV Werder, für den er mehr als 14 Jahre lang als Trainer gearbeitet und als Profi 262 Bundesligaspiele bestritten hatte. Werder dürfe „glücklich mit der jetzigen Situation“ sein, meinte Schaaf. Er freue sich über die sehr gute Entwicklung der vergangenen Monate, die dazu geführt habe, dass sich die Bremer sogar Gedanken über einen Europa-League-Platz machen können.

Seine Rückkehr auf eine Trainerbank schloss Schaaf, der nach seiner Amtszeit als Werder-Chefcoach (bis 2013) auch für Eintracht Frankfurt und Hannover 96 tätig war, nicht aus. „Ich bin für alles offen“, sagte er. Konkrete Pläne verfolge er derzeit aber nicht. „Ich mache ganz viele andere Sachen, die mir sehr viel Spaß machen.“ Das sind, unter anderem, seine Arbeit als Ausbilder für Trainer im Fußball-Verband der USA und seine Tätigkeit als Beobachter für die Uefa. „Es ist sehr interessant, das alles einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen.“

„Golf spiele ich noch nicht so lange“, erzählte Schaaf. „Es macht mir Spaß. Alles, was ich von dem Sport erwartet habe, ist eingetroffen.“ Das Turnier in Dingstede werde „sehr interessant“, fügte er hinzu und beschrieb sein Ziel schmunzelnd: „Ich werde versuchen, einigermaßen gut auszusehen und die Kugel einigermaßen gut zu treffen, auch wenn die Fläche etwas kleiner ist.“ Den Platz kennt er übrigens schon. Obwohl er dort „an einem sehr windigen Tag“ gespielt hat, freut er sich auf die nächste Runde: „Er ist sehr schön.“