Ein Angebot der NOZ

Delmenhorster TC richtet Turnier aus Favoritensiege bei den Friesenpark Open 2015

Von Lars Pingel | 31.08.2015, 23:30 Uhr

Bei den Friesenpark Open 2015 haben sich die Favoriten durchgesetzt. In dem dreitägigen Turnier, das der Delmenhorster TC auf seiner Anlage ausrichtete, erreichten bei den Männern und bei den Frauen jeweils die an den Positionen eins und zwei gesetzten Akteure das Finale. .

Michel Dornbusch wollte einfach einmal weg von seinem Schreibtisch. „Ich brauchte etwas Ablenkung von einer Hausarbeit“, erzählte die Nummer 46 der Rangliste des Deutschen Tennis-Bunds am Sonntag auf der Anlage des Delmenhorster TC. Der Wilhelmshavener, der für den Zweitligisten Oldenburger TeV antritt, suchte im Internet nach einer Gelegenheit, mit „seinem“ Sport den Kopf freizubekommen. Der 24-jährige Sportstudent fand dort das Preisgeldturnier Friesenpark Open, in dem auch DTB-Ranglistenpunkte vergeben werden. Er meldete sich an und wurde von Freitag an seiner Favoritenrolle (fast) gerecht. Die Nummer eins der Setzliste zog ins Finale ein, das er allerdings gegen Timon Reichelt vom hessischen Regionalliga-Aufsteiger TEVC Kronberg verlor. Dornbusch unterlag dem an zwei gesetzten 96. der deutschen Rangliste mit 2:6, 4:6.

Lob für familiäre Atmosphäre

Die Finalisten machten dem DTC-Organisationsteam um Stefanie Stöhr-Hering dicke Komplimente. „Das ist ein super Turnier“, sagte Dornbusch. „Dafür könnte mehr Werbung gemacht werden.“ Diese Erkenntnis hatte Reichelt bereits im vergangenen Jahr gewonnen, damals war er im Halbfinale gescheitert. Die Friesenpark Open seien ein „sehr schönes, gut organisiertes Turnier“, sagte er und lobte dann noch die familiäre Atmosphäre.

Zehn Männer und elf Frauen, die in der höchsten nationalen Rangliste zu finden sind, hatten für das Turnier gemeldet. Insgesamt 32 Spieler und 25 Spielerinnen kämpften von Freitag an um Siege, darunter auch einige aus Delmenhorst und Ganderkesee, die aber nicht auf den Setzlisten standen.

Max Raschke vom Delmenhorster TC gewann sein Erstrundenspiel gegen Alexander Kranz (Bremer TV) mit 6:0, 3:6, 12:10. In der zweiten Runde musste er gegen Jannik Opitz (Hildesheimer TV) eine knappe Niederlage hinnehmen. Gegen die Sieben der Setzliste, 294. der DTB-Rangliste, verlor der Delmenhorster mit 6:3, 2:6, 14:16.

Delmenhorster Felix Sonnberg gewinnt Nebenrunde

Serign Samba vom Ganderkeseer TV leistete dem an sechs gesetzten Vince Böhnke (TC Bergen-Enkheim, 214. DTB) viel Widerstand, verlor dann aber doch mit 6:1, 5:7, 7:10. Auch Felix Sonnberg von BW Delmenhorst schied in Runde eins aus. Er unterlag Julian Weyhausen (TV Süd Bremen) mit 2:6, 0:6. Sonnberg gewann dann aber die Nebenrunde. Nach zwei Siegen traf er in deren Finale auf Bastien Presuhn (Eintracht Hildesheim). Den bezwang er mit 1:6, 6:3 und 10:8. Pesuhn hatte im Halbfinale mit 6:1, 7:5 gegen Samba gewonnen.

Carina Litfin gibt im Turnier nur neun Spiele ab

Das Finale der Frauen-Konkurrenz bestritten ebenfalls die großen Favoritinnen. Die an eins gesetzte Carina Litfin vom Bremerhavener TV, 41. der DTB-Rangliste, gewann es mit 6:2, 6:0 gegen Janna Hildebrand vom THC von Horn und Hamm (70. DTB). Litfin, die in der ersten Runde ein Freilos hatte, gab in ihren vier Matches nur neun Spiele ab. Rang drei sicherte sich die Ahlhornerin Shaline Pipa, die für den DTV Hannover antritt, mit einem 6:3, 6:1-Erfolg über Malin Cubukcu vom Gladbacher HTC.

Die Delmenhorsterin Sallay Thomas, die für den Club zur Vahr spielt, hatte nach einem 6:0, 6:1 über Tessa Klintworth (Bremerhaven) die zweite Runde erreicht. Dort verlor sie im Match-Tiebreak gegen Pipa (6:3, 1:6, 5:10). Bereits in der ersten Runde war Inga Holzer von BW Delmenhorst ausgeschieden; auch in der Nebenrunde war für sie nach dem ersten Match Schluss.

Ausrichter zieht positive Bilanz

„Es ist alles super gelaufen“, sagte Stöhr-Hering über das Turnier. Der Regenschauer am Sonntagvormittag verzögerte den Ablauf kaum. „Wir haben nur eine Runde in der Halle ausgetragen, dann konnte draußen weitergespielt werden“, erklärte die Leiterin des fünfköpfigen Organisationsteams, das während der drei Tage von fünf Helfern unterstützt worden war. Da die Bilanz also ausgesprochen positiv ausfiel, versprach Stöhr-Hering, dass es im kommenden Jahr die dritte Auflage des Preisgeldturniers Friesenpark Open geben wird. „Auf jeden Fall“, sagte sie.