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Delmenhorster TV Stacy Sillektis tritt als Basketball-Abteilungsleiter zurück

Von Vera Benner, Vera Benner | 08.06.2017, 10:39 Uhr

Nach zwölf Jahren gibt Stacy Sillektis sein Amt als Basketball-Abteilungsleiter beim Delmenhorster TV ab. Da er aber nicht ganz ohne „seinen“ Sport kann, bleibt er den Devils als Trainer der ersten Herrenmannschaft erhalten.

Basketball beim Delmenhorster TV ohne Stacy Sillektis? Unvorstellbar. Denn der Delmenhorster mit griechischen Wurzeln prägte und prägt seit Jahren als Trainer, Spieler und Chef die Basketball-Sparte beim größten Delmenhorster Sportverein. Doch auf einem dieser Posten geht es bei den Devils künftig ohne „Mr. Basketball“ weiter. Denn Sillektis hat auf der jüngsten Versammlung seinen Posten als Abteilungsleiter abgegeben. Nach mehr als zwölf Jahren. (Weiterlesen: Stacy Sillektis wirft 86 Punkte in einem Spiel)

„Ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen“, nennt er den Hauptgrund seines Rücktritts. „Im Verein gibt es viele fähige Leute, die das Ganze nun noch weiter entwickeln können.“ Marco Meinders hat den Abteilungsvorsitz nun übernommen – und Sillektis hinterlässt große Fußstapfen. Denn von seinen Erfahrungen, seinem Engagement und seiner Leidenschaft für den Basketball hat die Abteilung über Jahre profitiert. (Weiterlesen: Irrer Rekord für Basketballer Stacy Sillektis)

Über Delmenhorst nach Griechenland – und wieder zurück

30 Jahre Basketballerfahrung hat Sillektis schon auf seinem Buckel. Während der Europameisterschaft 1987 in Griechenland wurde der damals zwölfjährige Stacy Sillektis mit dem Basketball-Virus infiziert. Er schloss sich dem Delmenhorster TV an und durchlief etliche Jugendmannschaften. Im Alter von 16 Jahren zog es ihn nach Griechenland, wo der Basketball einen deutlich höheren Stellenwert besaß. Mit 18 Jahren kehrte er nach Deutschland zurück und ging zunächst für Oldenburg/Westerstede in der 1. Regionalliga auf Korbjagd, ehe es ihn zum DTV zurückzog.

Dort ist er nun bereits rund 16 Jahre als Spielertrainer tätig. „Ob ich auch weiter aktiv mitspielen werde, entscheidet sich in den nächsten Wochen“, sagt Sillektis. Sicher ist hingegen, dass er dem Verein „gerne noch ein paar Jahre als Trainer zur Verfügung stehen“ möchte. Ganz ohne Basketball geht es eben doch nicht.

Sillektis sieht sich als „ein Teil des Ganzen“

Ein Rückzug aus dem Basketballgeschäft stand für den Vollblut-Sportler nie zur Debatte. Durch den Trainerposten bleibt er den Devils eventuell auch als Spieler erhalten. Ist die erste Herrenmannschaft gut aufgestellt, möchte er die zweite Mannschaft, die jüngst ihren Aufstieg in die Bezirksliga perfekt gemacht hat, unterstützen. „Wenn ich gebraucht werde, würde ich mit Freude weiterspielen“, sagt der Delmenhorster. (Weiterlesen: Delmenhorster TV II gewinnt Basketball-Drama)

Im Rückblick auf die geleistete Arbeit während seiner zwölf Jahre als Abteilungsleiter bleibt Sillektis zurückhaltend und bescheiden: „Ich denke nicht, dass ich irgendetwas Außergewöhnliches erreicht habe. Ich bin ein Teil des Ganzen gewesen.“

Glücksjahr 2011 mit Oberliga-Aufstieg und Vaterfreuden

Besonders in Erinnerung blieb ihm laut eigener Aussage das Jahr 2011. „Wir hatten nach etlichen Versuchen endlich den Aufstieg in die Oberliga geschafft und kurze Zeit später wurde meine Tochter geboren“, erzählt der 41-Jährige. Auch der Aufstieg in die 2. Regionalliga sei etwas Besonderes gewesen. Denn noch nie hat eine Herrenmannschaft im Basketball in Delmenhorst so hoch gespielt. „Das war natürlich das sportliche Highlight“, findet Sillektis.

Auch in Zukunft möchte er den Verein mit viel Energie unterstützen. „Ich hoffe, dass die Arbeit Früchte tragen wird.“ Nach dem Ausstieg von Punktegarant Terryl Woolery sieht er der bevorstehenden Oberliga-Saison gespannt entgegen. „Ich schätze die Liga noch stärker ein. Ein gesicherter Mittelfeldplatz sollte unser Ziel sein.“ Dabei können die Devils auch in den nächsten Jahren auf ihren „Mr. Basketball“ zählen – wenn auch nicht mehr als Abteilungsleiter. (Weiterlesen: Die teuflische Talentschmiede des Delmenorster TV)