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Delmenhorster Wintercross 2017 300 Leichtathleten starten bei Crosslauf auf der Großen Höhe

Von Lars Pingel | 19.02.2017, 21:49 Uhr

Genau 300 Läufer hatten sich für die vier Wettbewerbe des zweiten „Delmenhorster Wintercross“ angemeldet. Sieger des Hauptlaufs über zehn Kilometer wurden am Sonntag Sabrina Timmes vom TuS Varrel und Lennart Fastenau vom 1. TCO „Die Bären“ Oldenburg.

Ein Crosslauf stellt an sich schon eine besondere Herausforderung für die dar. Das war am Sonntag im Waldgebiet auf der Großen Höhe in Prinzhöfte nicht anders. Dort gingen 300 Ausdauersportlerinnen und -sportler in den vier Wettbewerben des „Delmenhorster Wintercross“ an den Start, über die Organisationsleiter Jannik Ulbrich von der Agentur RT-Event, die den Lauf zum zweiten Mal ausrichtete, sagte: „Die Strecke war ein wenig härter als vor einem Jahr.“ Da traf es sich gut, ein paar Fans dabei zu haben, die für moralische Unterstützung sorgten – manchmal allerdings auch für eine spezielle Aufgabe. „Bitte schön lächeln“, riefen einige, die ein Foto von ihrer Favoritin ausgerechnet an einer Steigung während des Zehn-Kilometer-Laufs machen wollten. Der gelang das aber gut. Und das, obwohl selbst der Sieger, Lennart Fastenau vom 1. TCO „Die Bären“ Oldenburg, gestand, dass „das etwas ganz anderes, viel anstrengender war, als ein Straßenlauf“. Nach 36:46 Minuten hatte er die Ziellinie überquert.

Lennart Fastenau setzt sich in der zweiten Runde ab

Fastenau hatte das Rennen von Beginn an zusammen mit seinem Vereinskameraden Mattis Pottebaum angeführt. In der letzten der drei 3,33 Kilometer langen Runden hängte er auch diesen ab. Fastenau, eigentlich Triathlet, startete zum ersten Mal in einem Crosslauf. „Das wollte ich immer schon einmal machen“, erklärte er. „Und als ich die Ausschreibung für den Wintercross gesehen habe, dachte ich mir, dass ich den mal mitnehme.“ Gemeinsam mit einigen anderen „Bären“ hatte er die Strecke vor dem Start abgelaufen. „Du musst dir den Lauf gut einteilen“, erklärte er seine Taktik, die dabei entstand. Trotzdem setzte er sich schnell an die Spitze. Auch aus Respekt vor dem Vorjahressieger Bereket Ah Ferem von der SG akquinet Lemwerder. „Ich wusste, dass er sehr schnell ist“, erzählte Fastenau. „Als ich während der zweiten Runde gesehen habe, dass wir etwas Vorsprung haben, sagte ich mir, dass ich zügig weiterlaufen muss.“ Gesagt, getan. Fastnau setzte sich von Pottebaum (37:16 Minuten) ab; Ah Ferem wurde in 38:50 Minuten Dritter. „Die Verhältnisse auf der Strecke waren sehr gut“, lobte der Sieger.

Steven Kühn vom TV Hude siegt über 3,33 Kilometer

Schnellste Frau über die längste Distanz war Sabrina Timmes vom TuS Varrel (45:04) vor Ariane Brems vom Wildeshauser Lauftreff (47:52) und Jeanette Hauptmann von Bootcamp Runner (48:25). Zum Auftakt des Lauftags waren die Teilnehmer am Wettbewerb über 3,33 Kilometer gestartet. Neeltje Cordes von Jahn Brinkum (14:46) wurde Erste. Sie verwies Luna Meunier vom TV Hude (15:36) und Denise Jaschinski, die ebenfalls für Brinkum antrat (15:51), auf die Plätze. Der Männer-Lauf war spannend: Steven Kühn vom TV Hude (14:17) war schließlich eine Sekunde schneller als Khalid Khatto vom Hof Schulenberg (14:18). Weitere drei Sekunden zurück lag in Laurus Tönjes (14:21) eine weiterer TVH-Athlet. Den 6,66-Kilometer-Lauf beendete Jessica Peters auf Rang eins der Frauen-Wertung (30:14). Platz zwei belegte Kathrin Meyer vom Garbsener SC (33:02), Dritte wurde Michaela Raake vom LT Oldenburg Süd (34:55). 26:50 Minuten benötige Männer-Gesamtsieger Marc-Kevin Krensellack von ATS Buntentor Bremen für die Strecke. 14 Sekunden später erreichte Jens Oliver Müller von den Triathleten des Harpstedter TB das Ziel (27:04). Rang drei sicherte sich Thomas Wegener von den Uni Triathlonlöwen (29:11). Mit dem Sieg von Samira Heygster (Jahn Brinkum) im Kinderlauf über 500 Meter (1:52) ging die zweite Auflage des Wintercross zu Ende.

Altersklassensiege für Starter aus der Region

Für Leichtathleten aus Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg gab es einige Altersklassensiege. Über zehn Kilometer waren Hella Dietz (Bookholzberger TB, W45, 53:50), Heike Duhr (LT Ganderkesee, W50, 56:23), Doris Dörgeloh (W55, 50:08), Nawab Sahadati (Autohaus Merten and friends, U23, 58:43), Andreas Krützkamp (M45, 45:10), Stephan Doodemann (LT Ganderkesee, M50, 40:47) und Gernot Kauß (LT Ganderkesse, M70, 1:00:51 Std.) erfolgreich. Im 6,66 Kilometer langen Rennen waren Sabine Frerichs (LF Hude, U23, 46:02), Cornelia Ubert (LF Hude, W55, 45:25), Lea Jacobs (SSV Adelheide, U16, 43:33), Marvin Beneke (SSV Adelheide, Männer, 31:27), Thorsten Budde (M40, TV Hude, 34:00), Fabio Brockmann (SSV Adelheide, U16, 38:33) und Dorian Wessels (SSV Adelheide, U14, 33:37) in ihren Klassen erfolgreich. Über 3,33 Kilometer waren es Akiko Buchtmann (Harpstedter TB, W45, 24:00), Jan-Niklas Busch (TSV Ganderkesee; U23, 17:22), Michael Buchtmann (Harpstedter TB, M40), Gerold Runge (Delmenhorster TV, M65, 20:29) und Steven Kühn (TV Hude, U20, 14:17).

Organisatoren ziehen positive Bilanz

Genau 300 Teilnehmer hatten sich für die vier Läufe angemeldet, berichtete Ulbrich. „Damit sind wir angesichts des Wetters sehr zufrieden. Das ist genau die Zahl, die wir uns zum Ziel gesetzt hatten“, sagte er und gab zu, dass „eine Steigerung natürlich auch schön“ gewesen wäre. 307 Laufsportbegeisterte waren 2016 zur Premiere in das Waldgebiet gekommen, in dem auch damals schon das Tagungshaus Mikado das Zentrum der Veranstaltung war. Am Sonntagmorgen regnete es stark, erst kurz vor dem Start des Hauptlaufs hörte es auf.

Weitere Austragung noch nicht gesichert

Zufrieden war Ulbrich auch mit den Neuerungen. Die Streckenführung – statt 2,5 war eine Runde jetzt 3,3 Kilometer lang – war verändert worden. Es waren drei große Parkplätze eingerichtet worden. Von einem aus gab es sogar einen vom Hauptsponsor, dem Delmenhorster Autohaus Merten, organisierten Shuttle-Service. Die Freiwillige Feuerwehr Horstedt regelte die Zufahrt. „Organisatorisch ist alles gut gelaufen“, bilanzierte Ulbrich. „Die Resonanz der Läufer war sehr positiv.“ Der dritten Auflage steht also nichts im Weg? „Wir würden es gerne wieder machen“, sagte Ulbrich. „Sicher ist das aber noch nicht. Wir versuchen unser Möglichstes. Das hängt aber von den Auflagen der Wirtschaftsförderung Delmenhorst ab, die das Gelände verwaltet.“

Hauptlauf-Sieger Fastenau würde gerne wieder nach Prinzhöfte kommen. „Auf jeden Fall“, sagte er.