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Derby in der Handball-Oberliga Bei HSG-Torwart Olaf Sawicki überwiegt der Frust

Von Klaus Erdmann | 29.11.2015, 20:27 Uhr

Olaf Sawicki kam am Samstag nach einer Verletzungspause zum ersten Mal für die HSG Delmenhorst zum Einsatz. Der Torwart des Handball-Oberligisten konnte sich nach der bitteren 25:26-Heimniederlage gegen TV Neerstedt aber nicht über sein gelungenes Debüt freuen.

Noch einige Minuten nach dem spannenden Handball- Nachbarschaftsderby HSG Delmenhorst gegen TV Neerstedt saß Olaf Sawicki auf der Bank und starrte ins Leere. Der Torwart des Gastgebers gehörte zu den Protagonisten einer Begegnung, die die 560 Zuschauer durch Wechselbäder der Gefühle jagte.

In der 39. Minute eingewechselt

Sawicki hatte vor der Saison den Wechsel vom Verbandsligisten FTSV Jahn Brinkum zum Oberliga-Aufsteiger HSG vollzogen. Verletzungsbedingt kam er erst am Samstag – im neunten Saisonspiel seiner neuen Mannschaft – erstmals zum Einsatz. In der 39. Minute löste er Mirko Lettmann im Gehäuse des Neulings ab. Sawicki überzeugte und forderte wiederholt den Beifall des Publikums heraus. Doch drei Sekunden vor dem Abpfiff überlistete ihn Neerstedts Thomas Schützmann mit einem „Dreher“, der der HSG das 25:26 bescherte.

Lob für HSG-Fans

Angesichts der ebenso knappen wie bitteren Niederlage ließ Sawicki („Ich bin noch nicht wieder bei 100 Prozent“) Glückwünsche bezüglich der eigenen Leistung abprallen. Der Frust überwog. „Ich habe gut trainiert und hatte mich gefreut, der Mannschaft helfen zu können“, sagte er. Das Team habe gefightet und hätte einen Punkt verdient gehabt, ergänzte er kopfschüttelnd. Für die HSG-Anhänger hatte er ein Lob parat. „Die Fans haben bei meinen Aktionen gut reagiert“, freute sich der Keeper („Ich bin sehr emotional“). Gemeinsam mit Lettmann und Sönke Schröder bildet er bei der HSG ein Trio.