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Derby in der Handball-Oberliga TV Neerstedt tritt bei der TSG Hatten-Sandkrug an

Von Lars Pingel | 06.11.2015, 20:45 Uhr

Landkreis-Duell in der Handball-Oberliga der Männer: Der TV Neerstedt tritt an diesem Samstag ab 19.30 Uhr (Halle an der Schultredde) bei der TSG Hatten-Sandkrug an.

Für Jörg Rademacher, Trainer der Handballer des TV Neerstedt, hat der Oberliga-Dauerbrenner „keine spezielle Priorität“. Dass die Duelle seiner Mannschaft mit dem Landkreis-Nachbarn TSG Hatten-Sandkrug im Verlauf einer Saison herausragen, weiß er aber auch. „Solche Spiele sind das Salz in der Suppe, gerade für die Zuschauer“, sagt er vor seiner persönlichen Derbypremiere, die am Samstag ab 19.30 Uhr in der TSG-Halle an der Schultredde feiern wird. „Die Vorbereitung werden wir trotzdem so angehen wie die für jedes andere Spiel“, sagt der TVN-Coach, der seit Beginn dieser Spielzeit im Amt ist.

TVN kann in Bestbesetzung antreten

Diese Vorbereitung hat und wird TVN-Rückraumspieler Mattias Hüsener erstmals mit der Mannschaft absolvieren. Der Neuzugang, der vom Oberliga-Absteiger TvdH Oldenburg gekommen war, musste wegen einer Schulterverletzung lange pausieren. In der vergangenen Woche ist er ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Es wird in Sandkrug aber nur zu Kurzeinsätzen reichen“, erklärt Rademacher, der trotzdem froh ist, dass er diese Alternative hat. Damit geht der TVN 2015/2016 zum ersten Mal mit kompletten Kader in eine Partie.

TSG trumpft im Pokal auf

Den Gastgebern fehlt im verletzten Robert Langner ein erfahrener Akteur im Rückraum. Er ist eigentlich Dreh- und Angelpunkt des Teams. Das mache die Aufgabe für seine Mannschaft nicht unbedingt leichter, warnt Rademacher. „Du weißt nicht, was dich erwartet; du kannst dich nicht vorbereiten“, erklärt er. Dass die TSG auch ohne ihren Spielmacher auftrumpfen kann, bewies sie am vergangenen Wochenende, als sie auf dem Weg in die dritte Runde des HVN/BHV-Pokals den Oberliga-Zweiten HSG Barnstorf/Diepholz bezwang (25:24). Einer der Sandkruger, der Langners Rolle übernehmen kann, ist Torben Kruse. Er lief in der in der vergangenen Saison noch für den TVN auf.

TVN-Trainer Jörg Rademacher ist optimistisch

Eine der Aufgaben, die seine Defensivformation erfüllen muss, sei es, Kruse zu stoppen, erklärt Rademacher. Und überhaupt: „Der Schlüssel zum Erfolg ist die Abwehr.“ Wenn sie funktioniert, würde das nicht nur die Zahl der Gegentore begrenzen, sondern hätte auch positiven Einfluss auf die eigene Trefferquote. Dann könne seine Mannschaft ihr Konterspiel aufziehen, das ein wichtiges Element der Offensivstrategie sei. Rademacher ist zuversichtlich, dass seine Spieler diese Vorgaben umsetzen werden: „Ich bin guten Mutes, dass wir in Sandkrug etwas holen können.“

Ein Punktgewinn oder gar ein Sieg würde den guten Saisonstart des TVN veredeln. Mit 8:2 Punkten belegt er Rang fünf. „Damit sind wir absolut im Soll“, sagt Rademacher. Er bezeichnet das Derby als den Start „in die Wochen der Wahrheit“. Anschließend stehen die Heimpartie gegen Barnstorf/Diepholz (Freitag, 13. November, 20.30 Uhr) und das Gastspiel beim Spitzenreiter HSG Schwanewede/Neuenkirchen (21. November, 16.30 Uhr) im Spielplan. „Danach wissen wir, wo wir stehen“, sagt Rademacher.