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Deutsche Pokalmeisterschaften 2017 Tischtennisspieler des TV Hude scheitern in Vorrunde

Von Andreas Giehl | 29.05.2017, 12:48 Uhr

Die Tischtennisspieler des TV Hude sind bei der deutschen Pokalmeisterschaft 2017 in Fröndenberg in der Vorrunde ausgeschieden. Sie gewannen nur eines ihrer vier Spiele.

Bei den deutschen Pokalmeisterschaften für Verbandsklassen in Fröndenberg (Nordrhein-Westfalen) hat sich der Traum des TV Hude nicht erfüllt. Obwohl die Tischtennisspieler am Himmelfahrtstag stark in das Turnier starteten, blieb ihnen der Einzug in das Hauptfeld verwehrt. Drei Niederlagen an den Wettkampftagen zwei und drei brachten in der Klasse „Herren A“ das vorzeitige Aus.

Huder in Außenseiterrolle

Das Pokalteam des frischgebackenen Oberliga-Aufsteigers mit Florian Henke, Felix Lingenau, Jonas Schrader und „Feuerwehrmann“ Marco Stüber wusste um die Schwere der Aufgabe. Bis auf den ersten Konkurrenten Rotation Süd Leipzig, der vermeintliche Außenseiter in der Fünfergruppe, warteten eigentlich nur „Hammergegner“ aus traditionell starken Landesverbänden wie Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. „Wir haben einmal nachgerechnet: Alle anderen Mannschaften verfügen im Durchschnitt über einen TTR-Wert von über 2100 Punkten. Deshalb wäre es sensationell, wenn wir hier aus der Gruppe herauskommen würden. Leider kann damit nicht gerechnet werden. Aber wir geben unser Bestes“, hatte Schrader unmittelbar vor dem Wettkampf versprochen.

Souveräner Sieg über Leipzig

Bei angenehm sommerlichen Temperaturen vor der Halle startete die Huder Truppe mit gelöster Stimmung in das Turnier. Nach den ersten Partien sah es auch noch gut aus. Der TVH zog gegen Leipzig in der Einzelrunde auf 3:0 davon. Am Ende zierte ein 4:1-Sieg das Spielformular. Dem TVH-Team war klar, dass die Partie gegen den TV Etwashausen aus Bayern zu Beginn des zweiten Tags vermutlich die Vorentscheidung im Rennen ums Weiterkommen bringen würde. Lingenau, Henke und das Doppel Henke/Stüber brachten den TVH dann in eine aussichtsreiche Position. Nach dem 3:1 schien die Partie aber wie verhext. In den Satzendphasen fehlte den Hudern fast immer das Quäntchen Glück. Trotzdem eröffnete sich für Florian Henke in seinem zweiten Einzel die Riesenchance, beim Stand von 9:9 im finalen Durchgang alles klarzumachen. Aber sein Gegenüber hatte starke Antworten parat und entschied das Match zu seinen Gunsten. Auch Lingenau und Schrader mussten ihren Gegnern in der Folge gratulieren – 3:4.

TVH wird Gruppenvierter

Diese vermeidbare Niederlage drückte auf die Moral der Huder. Doch es half nichts: Nach einer nur fünfminütigen Pause ging es direkt gegen Gruppenfavorit TTG Kleinsteinbach/Singen weiter. Die Badener nutzten die Huder Schwächephase zu einem glatten 4:0-Erfolg. „Egal, wie unser letztes Spiel am Samstag gegen Heppenheim ausgehen würde: Wir konnten uns bereits nicht mehr für das Viertelfinale qualifizieren“, berichtete Schrader. Trotzdem wollten er und seine Teamkameraden sich natürlich würdig von der DM verabschieden. Im „Endspiel“ um Platz drei unterlag der TVH dann mit 3:4 gegen den TTC Heppenheim aus Hessen und wurde schließlich Gruppenvierter.

Trotzdem zogen die Huder später ein positives Fazit. Der Einzug in die Hauptrunde stand tatsächlich auf des Messers Schneide. Außerdem hätten diese Topveranstaltung und alle Aktivitäten drumherum der Mannschaft viel Spaß bereitet. Deutscher Meister bei den Herren A wurde dann übrigens der TSV Kuppingen aus der Region Sindelfingen.