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DHB-Pokal der Handballerinnen Hude/Falkenburg locker in der zweiten Runde

Von Daniel Niebuhr | 07.09.2015, 01:00 Uhr

Die HSG Hude/Falkenburg schlägt die HSG Heidmark im DHB-Pokal klar mit 30:21 und empfängt in Runde zwei einen Ligarivalen.

Thorsten Stürenburg sagte es zwar nicht, doch man konnte am Sonntagabend heraushören, dass er sich einen etwas größeren Namen gewünscht hätte. Nachdem seine Drittliga-Handballerinnen zum DHB-Pokal-Auftakt ein lockeres 30:21 (14:10) gegen die HSG Heidmark hingelegt hatten und der künftige Ligarivale SV Henstedt-Ulzburg als Zweitrundengegner ausgelost worden war, musste der Trainer der HSG Hude/Falkenburg einen Augenblick nachdenken, ehe er dann das Positive herausstellte. Immerhin spiele man wieder zuhause, meinte er: „Und chancenlos werden wir auch nicht sein.“ Und doch wäre ihm ein Bundesligist wohl auch recht gewesen.

Deutlicher Sieg, aber noch Luft nach oben

Das Los passte damit zum Gesamturteil, das die Huderinnen diesem Tag geben durften: nicht schlecht, aber auch nicht ganz perfekt. Der vorangegangene Auftritt im Erstrundenspiel gegen Heidmark, dem ersten nach dem Drittligaaufstieg, hatte Stürenburgs Team zwar einen ungefährdeten Sieg gebracht, aber auch noch einige Schwächen offenbart, die von den kommenden Ligagegnern härter bestraft werden als von den bemühten, aber letztlich chancenlosen Oberliga-Spielerinnen aus der Heidmark. „Es wird ein anderes Level, das ist klar. Wenn man in die Gesichter der Mädels schaut, die sind auch nicht ganz zufrieden“, erklärte Stürenburg.

Angriff macht Hoffnung

Vieles, auch das darf festgestellt werden, funktionierte aber schon sehr gut. Das betraf besonders den Angriff, der nach dem Kreuzbandriss von Haupttorschützin Mareike Zetzmann geschwächt ist, im Pokal aber Hoffnung machte. Besonders Jessica Galle glänzte mit guten Anspielen und zwölf Toren. Die offensive Deckung, die Stürenburg immer weiter perfektioniert, war zwar phasenweise nicht so griffig wie gewünscht, Heidmark allerdings auch nicht gut genug, um zu einer ernsthaften Gefahr zu werden.

Galle mit zwölf Treffern

Der Klassenunterschied war zumindest schemenhaft zu erkennen – immer dann nämlich, wenn Hude/Falkenburg das Tempo anzog. Nach dem 2:1 warfen die Gastgeberinnen über 5:2 bis zur 13. Minute ein 8:3 heraus – und ließen das Spiel anschließend etwas plätschern.

Nach der Vier-Tore-Führung zur Halbzeit gelang Heidmark das erste Tor, enger wurde es danach nicht mehr. Zweimal Galle, Pia Möller und Saskia Petersen machten aus dem 14:11 bis zur 37. Minute ein 18:12; schon da konnte man ahnen, dass der Oberligist nicht mehr herankommen würde. Fünf Tore nacheinander – von den beiden Neuzugängen Kea Drewes und Svenja Stapoisky sowie zweimal Nadja Albes und Kristin Schulze – zwischen der 48. und 54. Minute sorgten dann auch für einen standesgemäßen 28:18-Zwischenstand. Danach trudelte die Partie gemächlich aus. Die letzte bemerkenswerte Aktion war ein kurioser Fehlwurf der überragenden Galle: Sie hatte einen Pass der Heidmarker Torhüterin Sarah Olschewski abgefangen, warf den Ball aber etwas hektisch über das leere Tor. Bei dem klaren Ergebnis konnte sie darüber selbst lächeln.

Bis zum Liga-Auftakt am 19. September gegen den HSC Hannover-Badenstedt hat Stürenburg noch einige Trainingseinheiten Zeit für den Feinschliff. Im DHB-Pokal geht es am 3. oder 4. Oktober gegen Henstedt-Ulzburg weiter; der Siebte der vergangenen Drittliga-Saison hatte sich schon Ende August mit 28:26 beim Oberligisten Grün-Weiß Schwerin durchgesetzt.