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dk-Serie: Sportliche Rückblicke Rolf Heitmann führt den VSK Bungerhof seit zwei Jahrzehnten

Von Klaus Erdmann | 14.05.2016, 11:30 Uhr

Rolf Heitmann ist seit 20 Jahren Vorsitzender des VSK Bungerhof. An diesem Wochenende befindet sich der Delmenhorster wieder beim Pfingstturnier im Einsatz. In zwei Jahren will der 66-Jährige seine Posten abgeben.

„Rolf Heitmann löst Rolf Albers an der Spitze ab.“ Mit dieser Überschrift informierte das Delmenhorster Kreisblatt am 20. März 1996 darüber, dass ein neuer Mann an der Spitze des Vereins für Sport und Körperpflege (VSK) Bungerhof steht. Sämtliche 29 Stimmberechtigte hatten den seinerzeit 46-Jährigen zwei Tage zuvor gewählt.

Mittlerweile führt er, zu dessen ständigen Begleitern der Handball gehört, den Verein seit zwei Jahrzehnten. Neben Handball befindet sich Tischtennis im Angebot.

Elf Jahre lang Vorsitzender der HSG Delmenhorst

„Neuer Mann“ ist übrigens nicht ganz richtig. „Ich gehörte zuvor nicht dem Vorstand an, habe aber im Hintergrund mitgemacht“, erklärt Heitmann. Seine Wahl sei „zwangsläufig“ erfolgt. Von 1999 bis 2010 fungierte der Delmenhorster zudem als Vorsitzender der 1992 gegründeten Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Delmenhorst – ein Zusammenschluss der Handballabteilungen der Vereine TV Deichhorst und Bungerhof, an dessen Spitze jetzt Jürgen Janßen steht.

Im März 1996 zählte der VSK 337 Mitglieder, am 1. Januar waren es 235. „Das ist eine natürliche Fluktuation“, sagt Heitmann. Im März 1996 hieß es im dk, dass „sich nur wenige für die ehrenamtliche Tätigkeit im Sportverein finden“ ließen. Der Gesprächspartner schmunzelt: „Das zieht sich wie ein roter Faden durch meine Amtszeit“.

Was hat sich grundlegend verändert in den 20 Jahren? Antwort: „Der Einzug des Computers in die Vorstandsarbeit“. Früher, blickt Heitmann zurück, habe man beispielsweise Einladungen zu Versammlungen mit der Schreibmaschine geschrieben. „Die Arbeit zuhause ist leichter geworden“, sagt Heitmann. „Von der Arbeit vor Ort in den den Hallen kann ich das nicht behaupten.“

153 Mannschaften beim 49. Pfingstturnier

Am Wochenende befindet er sich nicht in einer Halle, sondern auf der „Tell“-Anlage im Einsatz. Anlass ist das 49. Pfingstturnier der Handballer, an dem sich 153 Mannschaften beteiligen. Rund 80 Helfer befinden sich im Einsatz. „Es sind auch Eltern unserer Spieler dabei. Und die Jugendmannschaften sind beim Auf- und Abbau stark eingebunden“, erzählt Heitmann. Das erste VSK-Turnier fand übrigens 1961 statt. „Zwei, drei Jahre später habe ich erstmals daran teilgenommen“, sagt er.

In zwei Jahren will der 66-Jährige die beiden Posten – der VSK-Chef ist auch stellvertretender Vorsitzender Finanzen der HSG – abgeben. Er spricht in diesem Zusammenhang von „neuen Ideen“ und „jüngeren Leuten“. Man darf jedoch davon ausgehen, dass Rolf Heitmann den Nachfolgern mit Rat und Tat zur Seite steht. Das ist selbstverständlich für einen Mann, zu dessen ständigen Begleitern der Handball gehört.