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Drei weitere Neuzugänge Liridon Stublla und David Demir verlassen SV Atlas

Von Frederik Böckmann | 05.06.2015, 15:20 Uhr

Der SV Atlas Delmenhorst hat drei weitere hochkarätige Neuzugänge bekannt gegeben: Torwart Florian Urbainski (Werder Bremen III), Linksverteidiger Vico Mandlhate (Werder Bremen III) und Daniel Isailovic (BW Bümmerstede) wechseln zum Fußball-Bezirksligisten. Verlassen werden den Verein Allrounder Liridon Stublla und Defensivspieler David Demir.

Der verpasste Aufstieg in die Fußball-Landesliga ist gerade einmal eine Woche her, da bastelt der SV Atlas Delmenhort weiter mit Hochdruck an seinem Kader für die neue Bezirksliga-Saison. Mit Torwart Florian Urbainski und Linksverteidiger Vico Mandlhate vom Bremenligisten Werder Bremen III sowie Daniel Isailovic von BW Bümmerstede präsentierte der SVA am Freitagmittag drei weitere hochkarätige Neuzugänge. Zuvor hatte der SVA bereits Tom Witte (Brinkumer SV), Maximilan Klatte (VfL Oldenburg II) und Lars Scholz (VfB Oldenburg II) verpflichtet.

Urbainski freut sich auf Rückkehr in seine Heimatstadt

Keeper Urbainski stammt aus der Jugend des TV Jahn Delmenhorst und spielte auch im Nachwuchs des SVW. Nach einer Zwischenstation beim damaligen Oberligisten VSK Osterholz-Scharmbeck kehrte Urbainski zu Werder zurück. ,,Ich beobachte das Projekt schon länger intensiv und freue mich sehr, nun wieder für meine Heimatstadt spielen zu dürfen“, sagte der 26-Jährige.

Mandlhate macht Ausbildung bei der Stadt Delmenhorst

Für die linke Abwehrseite ist Vico Mandlhate vorgesehen, der ebenfalls von der Weser an die Delme wechselt. ,,Der Kontakt zu Vico kam über unseren Teammanager Tammo Renken zustande“, erklärte der Sportliche Leiter Jörg Rosenbohm. Vico Mandlhate arbeitet wie Renken bei der Stadt Delmenhorst und absolviert dort derzeit eine Ausbildung zum Bauzeichner. Der 22-Jährige wechselte 2008 von seinem Heimatverein Eintracht Schwerin zur U17 der Bremer und durchlief dort anschließend den gesamten Jugendleistungsbereich des Bundesligisten. ,,Vico ist ein sehr positiver Typ, bei dem man spürt, dass er ebenfalls große Lust auf unser Projekt hat“, sagt Trainer Jürgen Hahn. Durch seine fußballerische Ausbildung bei Werder und seine Erfahrungen als Kapitän des Bremenligisten bringe Mandlhate sehr gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit, meinte Hahn.

Isailovic genoss Ausbidlung bei Schalke und Duisburg

Viel Erfahrung besitzt auch Daniel Isailovic. Der Mittelfeldspieler wurde in der Jugend von Schalke 04 und des MSV Duisburg ausgebildet. Höherklassig spielte der 30-Jährige unter anderem für den SC Pfullendorf, SV Wilhelmshaven, FC Oberneuland und den VfB Oldenburg. ,,Mit ihm als Linksfuß haben wir eine weitere Alternative im zentralen Mittelfeld. Ich kenne Daniel noch aus seiner Zeit beim SC Pfullendorf und weiß nicht nur von daher, dass er uns weiterhelfen kann“, freut sich Hahn auf den ehemaligen Regionalliga- und Oberliga-Akteuer. Isailovic hatte großen Anteil an der Bezirksliga-Meisterschaft von Kickers Wahnbek in der Saison 2013/2014, die die Ammerländer souverän gewannen. Zuletzt spielte er eine Saison für den Kreisligisten BW Bümmerstede.

Hahn bedauert Stublla-Abschied

Nicht mehr für den SV Atlas Delmenhorst auflaufen werden dagegen Liridon Stublla und David Demir. „Liri hat mir mitgeteilt, dass er nächste Saison unser Projekt verlassen möchte“, sagte Rosenbohm. Der Wildeshauser war mit 27 Saisoneinsätzen (zwei Tore) als Stammspieler auf den Außenbahnen gesetzt. Vor allem dank seiner Schnelligkeit war Stublla ein belebendes Element auf den Flügeln. Ausgerechnet im entscheidenden Meisterschaftsspiel gegen seinen Heimatverein fehlte der 22-Jährige wegen eines Muskelfaserisses und wurde dort schmerzlich vermisst. ,,Wir hatten Liridon ein faires Angebot vorgelegt und ihm seine sportliche Rolle in unserer Planung klar definiert, aber er hat sich anders entschieden. Das ist schade, wir wären gerne unseren Weg weiter mit ihm gegangen“, sagte Hahn, der mit Stublla auch schon beim VfB Oldenburg II zusammengearbeitet hatte.

Demir sucht neue Herausforderung

Eine neue sportliche Herausforderung sucht auch Mittelfeldakteur David Demir. Der Linksfuß verlor in der vergangenen Saison seinen Stammplatz im zentralen Mittelfeld und kam im letzten Halbjahr aufgrund der starken Konkurrenzsituation mit Stefan Bruns, Kapitän Daniel von Seggern und Musa Karli nur auf wenige Einsatzzeiten (19 Spiele, 0 Tore). „David hat sich in der für ihn schwierigen sportlichen Situation stets vorbildlich verhalten. Für seine weitere sportliche Entwicklung benötigt er eine gewisse Einsatzgarantie“, meinte Hahn zum Wechsel des Delmenhorsters.

„Ich bin nach einer Verletzung in der Vorbereitung nie mehr richtig in Tritt gekommen“, sagte Demir auf dk-Nachfrage. Seine geringe Einsatzzeit konnte er aus sportlicher Sicht nachvollziehen. „Stefan und Daniel haben im zentralen Job gemacht. Darum gab es für den Trainer keinen Grund, etwas zu ändern“, sagte der 20-Jährige. Ein Wechsel sei für ihn jetzt der richtige Schritt. „Ich muss an meine sportliche Entwicklung denken.“ Seine sportliche Zukunft wird aller Voraussicht nach weiter in der Bezirksliga II liegen. Mit welchem Verein Demir in sehr guten Gesprächen steht, wollte der aramäische Nationalspieler nicht verraten.