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EM im Rollkunstlaufen Vanessa Rohrmoser hofft weiter auf WM-Nominierung

Von Vera Benner, Vera Benner | 10.09.2016, 19:09 Uhr

Mehr als 300 Sportler aus 14 Nationen haben vom 26. August bis zum 3. September an den Europameisterschaften im Rollkunstlaufen teilgenommen. Unter ihnen waren auch die beiden Delmenhorster Paul Turbanow und Vanessa Rohrmoser, die als zweitbeste Deutsche den sechsten Platz belegte.

Bei den Europameisterschaften in Freiburg bekamen die Zuschauer eine Woche lang tänzerische Darbietungen der europäischen Rollkunstlauf-Elite geboten. Unter ihnen waren auch die Delmenhorster Paul Turbanow und Vanessa Rohrmoser. Von der Jugend bis hin zu den Läufern der Meisterklasse wurden die Europameister in den verschiedenen Disziplinen Pflicht, Kür, Paarlauf, Rolltanz und Solotanz ermittelt.

Bei den Jugend-Tanzpaaren erliefen sich Melanie Sotskov und der DelmenhorsterTurbanow den fünften Platz. Insbesondere im Kürtanz machten sie auf sich aufmerksam und ließen die spanische Konkurrenz hinter sich.

Rohrmoser auf Platz sechs

Vanessa Rohrmoser hatte ein klares Ziel für die EM: Sie wollte sich den fünften Platz sichern und als beste Deutsche das Ticket für die Weltmeisterschaft in Italien Anfang Oktober lösen. Da sie international in den letzen Jahren immer an der Spitze lag, waren die Erwartungen an sie und ihre Darbietungen hoch. Am Ende belegte Rohrmoser den sechsten Platz unter zwölf Teilnehmern und wurde zweitbeste Deutsche. Nach dem etwas enttäuschenden Ergebnis hofft sie dennoch weiter auf die Nominierung für Italien. „Ich bin nicht zu 100 Prozent durch mein Programm gekommen. Außerdem war ich sehr nervös, da ich mich unbedingt beweisen wollte“, sagte die Delmenhorsterin.

Normalerweise müsste die Nominierung für die WM seitens des Verbandes schon längst feststehen. Schließlich beginnt die Weltmeisterschaft in circa drei Wochen. Da sich die Verantwortlichen mit ihrer Entscheidung aber Zeit lassen, hofft neben Vanessa Rohrmoser auch die drittbeste Deutsche auf eine Nominierung. „Umso mehr Zeit vergeht, umso schwerer wird es, alles zu planen, die Flüge zu buchen. Für den Kopf wäre es besser, wenn endlich eine Entscheidung getroffen wird“, merkte Rohrmoser an. „Aber in Deutschland wird sich bei der Nominierung immer sehr viel Zeit gelassen.“

Klappt die WM-Teilnahme?

Was die WM angeht, gibt sich Vanessa Rohrmoser eher skeptisch, da sie mit ihren Leistungen bei der EM nicht zufrieden war. Dennoch bleibt die Europameisterschaft für sie etwas Besonderes. „ Auch wenn die Halle in Freiburg im Gegensatz zu einigen anderen Hallen eher klein war, ist es schön, in bekannte Gesichter aus anderen Nationen zu schauen.“

Für Vanessa Rohrmoser steht nun erst einmal der normale Alltag an. Sie trainiert drei Mal pro Woche und nimmt am 17. September an der Gala im Rollsportstadion im Bremen teil. Eine Art Generalprobe, wenn sie für die WM in Italien nominiert wird. „Falls es mit der Nominierung doch noch klappt, wird meine ehemalige Trainerin mich zusätzlich unterstützen. Besonders an der Kondition muss ich dann noch arbeiten“, sagte die Delmenhorsterin.

Rollkunstlauf gilt längst nicht mehr nur als Trainingsersatz für Eiskunstläufer. Der athletische Sport befindet sich immer mehr auf dem Vormarsch und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Dies ist nicht nur bei Großveranstaltungen wie der Europameisterschaft zu erkennen.