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EM-Qualifikationsspiel in Oldenburg Deutsche Handballerinnen treffen auf Litauen

Von Lars Pingel | 22.09.2017, 12:03 Uhr

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen startet am Mittwoch, 27. September, 20 Uhr, in Oldenburg in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2018 in Frankreich. Sie trifft in der großen EWE-Arena auf Litauen.

Der Terminkalender im internationalen Handball ist eng gestrickt. Für die Nationalmannschaften taucht darin jedes Jahr ein großes Turnier auf. Das zwingt die Verantwortlichen und Aktiven dazu, ständig zweigleisig zu denken. Für Michael Biegler, Bundestrainer der Frauen-Nationalmannschaft, und seine „Ladies“ bedeutet das, dass sie bei aller Konzentration und Vorfreude auf die Weltmeisterschaft im eigenen Land (1. bis 17. Dezember 2017) die Europameisterschaft 2018 in Frankreich nicht aus den Augen verlieren dürfen und wollen. An diesem Mittwoch, 27. September, 20 Uhr, beginnt in der großen EWE-Arena in Oldenburg mit der Partie gegen Litauen die EM-Qualifikation. Vier Tage später, am 1. Oktober, tritt die DHB-Auswahl in der Türkei an. „Wir benötigen die volle Fokussierung auf diese beiden Spiele“, sagte Biegler während eines Pressetermins in Oldenburg. „Wir wollen gut in die EM-Qualifikation starten, denn das Ziel muss es sein, über die Heim-WM hinaus auch am nächsten Großevent teilzunehmen.“

Die beiden Gruppenersten qualfifizieren sich

Die DHB-Auswahl trifft in der Gruppe 6 der EM-Qualifikation außer auf Litauen und die Türkei noch auf Spanien. Die beiden Ersten und der beste Dritte aller sieben Gruppen erreichen die EM-Endrunde. Er sei, sagte Biegler, „davon überzeugt, dass den Ladies das gelingt“. Doch es sei „ratsam“, den ersten Rang anzupeilen, um dann bei der Auslosung für das EM-Turnier in Frankreich vielleicht in einer etwas besseren Position zu sein. Deshalb sind Siege über Litauen und in der Türkei auch das Ziel, „um dann im Frühjahr in Spanien um den Gruppensieg zu spielen“.

Guter Test für Heim-WM im Dezember

Die Heim-WM, bei der das DHB-Team in der Vorrunde in Leipzig gegen die Niederlande, Serbien, Südkorea, China und Kamerun antritt, hat Biegler natürlich trotzdem im Kopf. „Das sind zwei Spiele, die ins in der WM-Vorbereitung ganz gelegen kommen“, sagte der Bundestrainer, der das „Projekt Handball-WM 2017 im eigenen Land“ am 1. April 2016 übernommen hatte. Zum Jahresende verlässt er den Deutschen Handballbund. In den Begegnungen mit Litauen, mit einer europäisch geprägten Art, Abwehr zu spielen, und der Türkei, die während eines Spiels sehr, sehr häufig die Deckungsformation verändert, würden seinem Team viele Aufgaben gestellt, auf die es auch Anfang Dezember Antworten finden muss, erklärte Biegler.

Angie Geschke vom VfL Oldenburg nominiert

Für die beiden Qualifikationspartien hat Biegler 18 Spielerinnen nominiert. Eine davon ist Angie Geschke, die in der Bundesliga für den VfL Oldenburg aufläuft. „Ich freue mich darauf, auf der Tribüne viele bekannte Gesichter zu sehen“, sagte sie: „Es pusht einen schon gewaltig, in eigener Halle zu spielen.“ Für die engagiert sie sich übrigens auch außerhalb des Spielfelds. Die 32-Jährige bildet mit Johannes Bitter vom TVB Stuttart, Torwart des Weltmeisterteams von 2007, das „Paten-Duo“ für die WM-Spiele in Oldenburg. In der EWE-Arena kämpfen vom 2. bis 8. Dezember Dänemark, Russland, Brasilien, Montenegro, Japan und Tunesien um den Einzug ins WM-Achtelfinale.