Ein Angebot der NOZ

Endrunde 2017 in Gifhorn TV Hude gewinnt den Landespokal in der A-Klasse

Von Andreas Giehl | 09.05.2017, 13:12 Uhr

Die Tischtennisspieler des TV Hude sind Landespokalsieger 2017. Das Team mit Felix Lingenau, Florian Henke und Jonas Schrader wurde in der Endrunde in Gifhorn in der Herren-A-Klasse Erster. Bei den Herren B wurde der TV Stuhr Zweiter.

Die ganz große Überraschung war es nicht. Trotzdem herrschte bei den Tischtennisspielern des Verbandsligisten TV Hude große Zufriedenheit. Sie wurden in der Endrunde des Landespokals in Gifhorn ihrer Favoritenrolle gerecht: Der TVH hat in der Klasse Herren A den Titel geholt. Bei den Herren B ist dagegen der TV Stuhr mit Platz zwei knapp am Pokalgewinn vorbeigeschrammt. Diesen schnappte sich derweil die Vertretung des Oldenburger TB.

Die Huder freuen über den Gewinn des Landespokals. Damit haben sie sich für die deutschen Pokalmeisterschaften vom 25. bis 28. Mai in Fröndenberg/Ruhr qualifiziert. Dort könnten sie einer überaus erfolgreichen Saison ein zusätzliches Sahnehäubchen aufsetzen. Die Mannschaft hatte vor einigen Wochen mit dem Gewinn der Verbandsliga-Meisterschaft und dem Oberliga-Aufstieg ihr ganz großes Ziel bereits erreicht.

Jonas Schrader ebnet Weg zum Erfolg

„Von der Papierform waren wir wohl der Favorit. Jeder hat von uns beim Landespokal eigentlich den Titel erwartet. Das war in der Vergangenheit auch schon so. Nur da hat sich, wie man so schön sagt, gezeigt: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, berichtete der Huder Felix Lingenau. Sein Team hatte vor der Endrunde den Trainingsumfang deutlich reduziert. „So hatten wir alle, gerade im ersten Match erhebliche Mühe, uns gegen die junge Truppe des TTV Seelze durchzusetzen. Beim Stand vom 4:4 hat Jonas Schrader aber in einer wahren Nervenschlacht einen kühlen Kopf behalten und uns den Sieg gerettet“, fuhr Lingenau fort. In der Tat war Schrader, der in den vergangenen Wochen von einer Schulterverletzung gehandicapt worden war, der überragende Mann in Spiel eins. Das 9:11, 13:11, 11:9 und 14:12 über den Seelzer Janis Hansen war sein dritter Punkt in dieser Partie. Lingenau und Florian Henke, die das TVH-Trio in Gifhorn komplettierten, hatten deutlich mehr Mühe in den Rhythmus zu kommen. Sie steuerten gegen Seelze jeweils einen Punkt bei. Das harterkämpfte 5:4 gegen den Widersacher aus der Verbandsliga Süd sollte aber zugleich der letzte Prüfstein für den TVH gewesen sein. Nach diesem Zittersieg ließ der künftige Oberligist nichts anbrennen, schmetterte die beiden Landesligisten TF Wolfsburg und Union Salzgitter II jeweils mit 5:0 vom Tisch.

Damit verbringen die drei Huder das lange Himmelfahrtswochenende bei der deutschen Pokalmeisterschaft in der Region Dortmund. Dort wird es übrigens zum Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Mannschaftskollegen Tobias Steinbrenner kommen. Der hat mit seinem neuen Verein, dem Oldenburger TB, ungeschlagen den Titel bei den Herren B geholt. Somit blieb dem TV Stuhr, für den der Ex-Delmenhorster Klaus Krabbe, dessen Sohn Florian und Volker Böhner spielten, mit einer 2:1-Bilanz nur der zweite Rang.

Nane Hofmann mit dem OTB auf Rang drei

Mangels Meldungen war bei den Damen B noch der Vize-Bezirkspokalsieger Oldenburger TB mit ins Feld für Gifhorn gerutscht. Mit der ehemaligen Delmenhorsterin Nane Hofmann im Aufgebot konnte die Truppe aber nicht um den Kampf um Platz eins eingreifen. Hinter dem TSV Thiede und Union Meppen holte sie sich den Bronzerang.