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Endspiel der Fußball-Oldies SV Baris überlässt Heidkrugern die Favoritenrolle

Von Klaus Erdmann | 25.06.2015, 21:00 Uhr

Heidkrug vs. SV Baris: Die führenden Ü40-Fußballmannschaften der 1. Kreisklasse bestreiten heute auf der Anlage des TuS das Endspiel.

Die Frage nach einem eventuellen Trainingslager beantwortet Carsten Barm mit einem Lachen. „Wir trainieren gar nicht“, ergänzt der Sprecher der Ü40-Fußballer des TuS Heidkrug. Barms Team und der SV Baris, die Führenden der Abschlusstabelle der 1. Kreisklasse A, bestreiten heute, 19 Uhr, das Endspiel der Altsenioren des hiesigen Kreises. Schauplatz ist die TuS-Anlage am Bürgerkampweg.

Heidkrug qualifizierte sich mit zwei Halbfinalerfolgen gegen die eigene Vierte für das Finale: 4:2 und 6:2 hieß es in den Begegnungen, in denen Torjäger Ralf Faulhaber sechs der zehn Treffer erzielte.

Balikci fehlt bei Baris nach Platzverweis

Keeper Barm musste zuletzt aufgrund von Achillessehnenproblemen pausieren. „Gegen Baris steht wieder Frank Hüsing im Tor“, informiert er. Vielleicht, so Barm, komme er als Joker zum Einsatz. Beim 4:4 im Punktspiel gegen Baris habe er einmal getroffen. Das zweite Treffen endete ebenfalls mit einem Unentschieden (1:1) und nach 24 Spielen belegte der TuS mit 68 Punkten Range eins vor dem SVB (66). „In beiden Spielen hat uns der SV Baris arg zugesetzt und er war besser. Aber die Spieler sind ja auch zehn Jahre jünger“, so Barm. TuS sei leichter Favorit, denn: „Mit Ceylan Balikci fehlt Baris eine spielbestimmende Person.“ Letztlich, so Barm, entscheide die Tagesform.

Baris dank Auswärtstor im Endspiel

Dervis Ugurlu, der Baris trainiert, überlässt – und das kommt nicht unerwartet – den Heidkrugern die Favoritenrolle. „Sie waren im letzten Jahr schon Meister“, betont er. Seine Mannschaft erreichte das Endspiel durch ein 0:0 gegen den FC Hude und ein 1:1 im Rückspiel. Da auswärts erzielte Tore in diesem Wettbewerb doppelt zählen, sind die Huder aus dem Rennen. Beim 1:1 in Hude sah Ceylan Balikci in der Schlussminute die Rote Karte. „Diese Entscheidung hat keiner verstanden“, blickt der Baris-Coach zurück. Es sei ein ganz normaler Kampf im Mittelfeld gewesen. „Nun fehlt uns leider ein wichtiger Mann“, klagt Ugurlu.

Heidkrug: Kein Training, keine Niederlage

Für die Tatsache, dass die Heidkruger nicht trainieren, hat Barm übrigens eine einleuchtende Begründung: „Wir haben früher trainiert und zweimal verloren. Wir haben dann das Training eingestellt und seitdem nie mehr verloren.“ Es darf allerdings bezweifelt werden, dass sich diese „Taktik“ zur Nachahmung empfiehlt.