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Engelbart-Cup 2015 Handball-Topteams treffen sich bei der HSG Delmenhorst

Von Heinz Quahs | 26.08.2015, 23:20 Uhr

Vier Oberligisten, zwei Landesligisten: In der Stadionhalle überprüfen am Freitag und Samstag sechs Handball-Mannschaften aus der Region ihren Leistungsstand. Es ist für sie das Highlight der Vorbereitung.

Die ersten Wochen der Vorbereitung haben die Handballer hinter sich, jetzt wollen sich die Top-Teams der Region den Feinschliff holen: Beim dritten Toyota-Engelbart-Cup der HSG Delmenhorst überprüfen am Freitag (ab 18 Uhr) und Samstag (ab 13 Uhr) sechs Mannschaften in der Stadionhalle im Jeder-gegen-Jeden-Modus ihren Leistungsstand.

Appetithappen für die Handball-Fans

Neben Gastgeber HSG nehmen mit TV Neerstedt, TSG Hatten-Sandkrug und HSG Schwanewede/Neuenkirchen drei weitere Oberligisten an dem hochkarätig besetzten Turnier teil. Dazu kommen die beiden Landesligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und TS Hoykenkamp. Es ist für die heimischen Handball-Fans ein echter Appetithappen für die kommende Saison, die Mitte September erst mit den Pokalpartien und dann mit den Punktspielen beginnt.

HSG Delmenhorst mit durchwachsener Vorbereitung

HSG-Trainer Andre Haake freut sich auf das Highlight der Vorbereitung – obwohl er bislang auf eher durchwachsene Trainingswochen zurückblickt. „Mir haben urlaubsbedingt immer wieder einige Spieler gefehlt“, sagt Haake. „Erst in den letzten drei Wochen war die Trainingsbeteiligung gut.“ Während die Neuzugänge Mike Schäfer (Brinkum), Niklas Schanthöfer (Achim), Philipp Freese (TV Neerstedt) und Olaf Sawicki (Brinkum) schon weitgehend gut integriert sind, muss Haake mit Tim Kieselhorst (Brinkum) noch Geduld haben. Der Rückraum-Shooter konnte auf Grund seines Schichtdienstes nur sehr eingeschränkt trainieren.

Andre Haake musst Christopher Hartwig ersetzen

Ein wenig trauert der HSG-Coach dem Weggang von Christopher Hartwig hinterher, der sich studienbedingt verändern musste: „Er war einer unserer Abwehrorganisatoren. Auch im Umschalten in die Offensive war er immer einer der schnellsten am Kreis und hat in etlichen Spielen seine Klasse gezeigt.“ Haake will das Spielsystem deshalb ein wenig umstellen. „Wir sind nun breiter aufgestellt – und das wollen wir auch nutzen.“

HSG trifft auf drei zukünftige Liga-Rivalen

Der Aufsteiger soll sich beim Heimturnier weiter einspielen. Denn in den bisherigen Testspielen kamen die Gegner durchweg aus unteren Klassen. Ein echter Leistungsvergleich sei daher bislang nicht möglich gewesen, sagt Haake. Das wird sich am Wochenende definitiv ändern. Denn mit den kommenden Rivalen Schwanewede/Neuenkirchen, TV Neerstedt und TSG Hatten/Sandkrug kommen echte Prüfsteine auf die HSG zu. „Das wird eine erste Standortbestimmung“, glaubt Haake. „Denn die anderen Teams werden wohl auch in stärkster Besetzung antreten.“

Hoykenkamps Trainer Jörn Franke zuversichtlich

Nicht als Kanonenfutter abschießen lassen wollen sich die Gemeinderivalen Hoykenkamp und Grüppenbühren/Bookholzberg. TSH-Trainer Jörn Franke ist nach der bisherigen Vorbereitung auch optimistisch, dass dies nicht passiert. „Alle Akteure ziehen voll mit, in den bisherigen Testspielen zeigte die Mannschaft schon gute Ansätze.“ Wie am vergangenen Wochenende, als die Turnerschaft das eigene Turnier in Hoykenkamp gewann. Beim Engelbart-Cup ist der TSH-Kader zur Freude von Franke komplett. Er hofft deshalb, dass sich seine Mannschaft im spielerischen und taktischen Bereich weiter verbessert.

Grüppenbührens Trainer Sven Engelmann skeptisch

Im Gegensatz zum Nachbarn Hoykenkamp ist Grüppenbührens Trainer Sven Engelmann mit dem bisherigen Stand der Vorbereitung noch nicht zufrieden. Das habe gerade das stramme Programm mit etlichen Trainingseinheiten in den vergangenen sechs Tagen und vier Testspielen zum Abschluss gezeigt, erklärt Engelmann. „Wir müssen uns spielerisch noch weiter verbessern. Auch im taktischen Bereich läuft es noch nicht so rund“, zog er ein deutliches Fazit.

Während der HSGCoach am Freitag noch auf einen kompletten Kader zurückgreifen kann, werden am Samstag wohl einige Spieler aus privaten Gründen fehlen.