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Faustball-DM in Oldenburg TV Brettdorf jubelt über Bronzemedaille

Von Frederik Böckmann | 01.03.2015, 22:36 Uhr

Mit dem Titel hat es bei der Faustball-DM in Oldenburg nicht geklappt, dafür stellte der TV Brettorf die besten Fans. „Ich bin einfach nur stolz“, sagte Trainer Ralf Kreye.

Am Ende eines emotionalen Wochenendes ließ Ralf Kreye seinen Tränen freien Lauf. „Ich bin einfach nur happy. So eine Euphorie, so eine Stimmung habe ich noch nie erlebt“, sagte der Faustball-Trainer des TV Brettorf und strahlte dabei über das ganze Gesicht. Mit einem 3:1 (11:9, 11:9, 14:15, 11:9) über den TV Schweinfurt im Spiel im Platz drei hat sich der TVB den Traum von der DM-Medaille vor der eigenen Haustür erfüllt – und Kreye wurde nach der Siegerehrung von seinen Emotionen übermannt.

„Vor der Saison wäre ich mit Bronze nicht zufrieden gewesen, aber jetzt bin ich total stolz.“ Stolz war Kreye aber nicht nur auf sein Team. Stolz war Kreye auch auf die TVB-Fans. Die Brettorfer stellten unter den 2100 Zuschauern in der EWE-Arena an beiden Tagen den größten Anhang, machten ordentlich Lärm und unterstrichen mit einem Transparent („Meine Liebe. Mein Verein. Mein Dorf.“) welche Bedeutung der Faustball in der 900-Seelen-Gemeinde hat. „Wir haben Bronze geholt, aber unsere Fans haben sich Gold verdient“, meinte Kreye.

TSV Pfungstadt holt den Titel

Auf dem Feld sicherte sich der haushohe Favorit TSV Pfungstadt den Titel. Der Meister der Südstaffel behielt in einem atemberaubenden Fünf-Satz-Krimi gegen Außenseiter VfK Berlin (6:11, 11:8, 11:0, 8:11, 11:7) mit 3:2 die Oberhand. In dieses Endspiel wollte auch Brettorf einziehen, doch der TVB hatte zuvor im Halbfinale beim 0:3 (10:12, 4:11, 6:11) gegen Pfungstadt trotz eines knappen ersten Satzes letzt kaum eine Chance.

Ahlhorn verspielt im Landkreis-Derby eine 2:0-Führung

Der Brettorfer Einzug in den zweiten Tag stand am Samstag aber noch gehörig auf der Kippe. Im Landkreis-Derby gegen den Ahlhorner SV lag der TVB schon mit 0:2-Sätzen (6:11, 9:11) zurück – vor allem, weil SVA-Angreifer Christoph Johannes stark spielte. Dann riss sich Brettorf zusammen und wendete per 11:3, 11:9 und 11:6 noch das Match – es war ein echter Krimi. Dennoch kam Brettorf am ersten Tag irgendwie nicht richtig an die Gänge, das unterstrich auch das 0:3 (8:11, 6:11, 4:11) gegen Schweinfurt. „Wir haben mit angezogner Handbremse gespielt“, meinte Kreye. Er appellierte an die Einstellung seiner Jungs – die sich dank ihrer Leistung doch noch mit Bronze belohnten. „Jetzt feiern wir vier Tage lang durch“, kündigte Kreye an.