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Fester Anbau geplant Stadt will neue Kabinen im Delmenhorster Stadion

Von Daniel Niebuhr | 07.11.2017, 17:20 Uhr

Die Kabinensituation im Delmenhorster Stadion ist kritisch, die Verwaltung will nun Abhilfe schaffen – mit Geld aus dem Integrationsfond.

Der Ausschuss für Familie, Senioren und Soziales berät am Donnerstag über einen Anbau für vier Umkleidekabinen, einen Besprechungs- und zusätzlichen Stauraum im Delmenhorster Stadion an der Düsternortstraße. Ein Zehntel des 400.000 Euro teuren Projekts würde die Stadt bezahlen, der Rest käme aus dem Integrationsfond des Landes Niedersachsen. Die fünf Fußballvereine SV Atlas, TV Jahn, Tur Abdin, Hürriyet und Hicretspor nutzen das Stadion mit insgesamt 19 Mannschaften, dazu kommenden Leichtathleten des Delmenhorster TV, des TV Jahn, der Eintracht und RSG Delmenhorst – die Situation mit sechs in die Jahre gekommenen Kabinen wurde bereits mehrfach von den Clubs moniert. Die Stadt nutzt nun das Geld aus dem Integrationsfond, um laut Beschlussvorlage „die Integrationsarbeit der Sportvereine in Düsternort zu stärken“.

Atlas plant Ausbau der Jugendabteilung

Viele der jugendlichen Fußballer haben einen Migrationshintergrund. „Im sozialen Brennpunkt Düsternort müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden“, heißt es. Der Stadt liegen Anfragen von zwei in Neugründung befindlichen Vereinen mit Flüchtlingshintergrund vor – einem Kulturverein mit Sportangebot und einem reinen Sportverein –, die das Stadion auch nutzen möchten. „Schon jetzt ist die Raumsituation beengt“, räumt die Verwaltung ein. Die Vereine müssen häufig improvisieren. Durch die Aufstiege der Herren des SV Atlas und der Damen des TV Jahn in die Oberliga beziehungsweise 2. Bundesliga hat sich die Lage verschärft. Atlas plant einen Ausbau seiner Jugend von aktuell sieben auf 15 Teams bis 2022. Nach dem Sozialausschuss beschäftigt sich am 15. November auch der Verwaltungsausschuss mit dem Thema, ehe eine Woche später der Stadtrat entscheiden soll.