Ein Angebot der NOZ

Final Four im HVN-Pokal HSG Hude/Falkenburg unter Wert geschlagen

Von Daniel Niebuhr | 19.03.2017, 18:48 Uhr

Ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt erwischen die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg einen schwarzen Tag. Beim Final Four im Verbandspokal reicht es nur zu Rang vier.

Eine Fahrt von Bovenden im Südzipfel Niedersachsens bis nach Hude dauert bei günstiger Verkehrslage in etwa zweieinhalb Stunden; für die HSG Hude/Falkenburg waren es am Samstagabend allerdings zweieinhalb ziemlich leise Stunden. Auf der Rückreise vom Final Four im HVN/BHV-Pokal war es verdächtig ruhig; dass sich die durchaus feierfreudigen Oberliga-Handballerinnen den Bus mit dem Ligarivalen VfL Stade teilten, trug auch nicht zu besserer Laune bei – beide Teams mussten ja trophäenlos die Fahrt antreten. „Es war jetzt keine ausgelassene Stimmung“, umschrieb HSG-Trainer Timo Stein es vorsichtig.

Hannover überraschend Pokalsieger

So hatte er immerhin die Zeit, in Ruhe die Leistung seiner Mannschaft Revue passieren zu lassen, die ausgerechnet zum Saisonhöhepunkt einen schwarzen Tag erwischt hatte. Nach einer 27:29-Halbfinalniederlage gegen den Hannoverschen SC und einem 17:24 gegen Gastgeber HSG Plesse-Hardenberg blieb für die Huderinnen nur der vierte Rang, Pokalsieger wurde völlig überraschend Hannover durch ein 19:18 im Finale gegen Stade. „Alle Mannschaften sind weit unter ihren Möglichkeiten geblieben“, erklärte Stein. Ihm blieb das schlechte Gefühl, dass vielleicht schon die Normalform zum Titel gereicht hätte.

Auch Spiel um Platz drei geht verloren

Das Turnier hatte eigentlich passabel angefangen. Gegen Hannover, Neunter der Oberliga Niedersachsen, führte Hude/Falkenburg nach 14 Minuten mit 9:5 und zur Halbzeit noch mit 14:13. Doch mit schlechten Abschlüssen und großen Lücken in der Deckung machte Hude den Hannoveranerinnen den Sieg leicht. Die HSG blieb bis zum 23:25 nach 44 Minuten dran, konnte sich aber zu keiner Serie mehr aufraffen. „Wir hatten Blei in den Beinen“, befand Stein. In der folgenden Partie um den dritten Platz gegen den Gastgeber HSG Plesse-Hardenberg, der mit 20:21 an Stade gescheitert war, bewiesen die Huderinnen immerhin Charakter und hielten die Niederlage gegen den designierten Meister der Oberliga Niedersachsen in Grenzen. Das 17:24 passte aber doch zum gebrauchten Tag.