Ein Angebot der NOZ

Finale im Landespokal 2017 Fußballerinen des TV Jahn streben fünften Pokalsieg an

Von Klaus Erdmann | 27.05.2017, 14:05 Uhr

Die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst treffen an diesem Sonntag, 27. Mai, im Finale des Landespokals 2017 auf ihren Regionalliga-Rivalen TSV Limmer. Der TV Jahn kann in Barsinghausen zum fünften Mal Pokalsieger werden.

Delmenhorst. Mit gemischten Gefühlen, so hat es den Anschein, fahren die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst am Sonntag nach Barsinghausen. Anlass für diese Reise ist das 44. niedersächsische Pokalfinale, das der Regionalligist im August-Wenzel-Stadion gegen den Ligakonkurrenten TSV Limmer bestreitet. Schiedsrichterin Frauke Wichmann (TSV Lamstedt) pfeift die Begegnung um 14 Uhr an.

Jahn zuletzt nicht in Bestform

Nach 1992, 1996, 1997 und 2004 strebt Jahn den fünften Pokalerfolg an. Cheftrainer Claus-Dieter Meier: „Die Mädels wollen den Pokalsieg.“ Aber die letzten beiden Spiele seien nicht so optimal gewesen, ergänzt er, und erinnert damit an das 1:3 des Zweiten und Zweitliga-Aufsteigers TVJ bei Meister Werder Bremen II und das ernüchternde 0:5 bei Aufsteiger FC St. Pauli, Dritter der Abschlusstabelle. Meier verweist darauf, dass auch Limmer die letzten beiden Spiele verloren hat (2:3 beim TSV Havelse, 1:3 in Celle). „Beide Mannschaften pokern“, sagt Jahns Coach lachend.

Zweiter gegen Fünfter, in den Punktspielen hieß es 1:0 (beim TSV Limmer) und 2:1 für Jahn – somit gilt TVJ als Favorit. „Aber es waren knappe Siege und Limmer ist schwer zu bespielen“, warnt Meier. Die zwölffache Torschützin Levke Hölzer könne Spiele entscheiden. Man müsse sie neutralisieren und die gute Abwehr des TSV – Limmer stellt mit 33 Gegentoren die zweitbeste Defensive der Regionaliga – knacken.

Sollte übrigens – bei wahrscheinlich recht hohen Temperaturen – nach 90 Minuten keine Entscheidung gefallen sein, bittet Wichmann die Spielerinnen zum Elfmeterschießen. „Wir haben es geübt, wollen aber gar nicht da hinkommen“, betont Meier.

Malin Knodel und Nadine Poppen wieder dabei

Bei Delmenhorst fehlt Sandra Göbel (OP nach Fußverletzung). Hingegen gehören die zuletzt gesperrte Malin Knodel und Nadine Poppen (nach langer Verletzungspause) wieder zum Kader.

Limmer sieht sich als Außenseiter

„Wir können im wesentlichen aus dem Vollen schöpfen“, sagt Limmers Trainer Daniel Künne. Es herrsche Vorfreude. „Das liegt daran, das wir im Pokal mehr erreicht haben als gedacht. Das Endspiel ist Bonus“, sagt Künne. Er sieht seine Elf als Außenseiter, aber: „Es ist nur ein Spiel und in dem kann man alles gewinnen.“

Auf dem Weg ins Finale siegte Jahn beim SV Ahlerstedt/Ottendorf (4:0), bei Titelverteidiger SV Union Meppen (1:0), beim TSV Bückeberge (3:0) und in Hollage (4:1). Limmer gewann mit 5:2 beim TSV Havelse, gegen Celle (4:1), bei der TSG Ahlten (5:1) und in Barum (6:5 n. E.). Der Sieger erhält 500, der Verlierer bekommt 250 Euro.