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„Fit und fetzig“ richtet auf Elke Riesmeier leitet beim DTV ein Bewegungsangebot

Von Klaus Erdmann | 25.10.2015, 12:00 Uhr

Das Programm „Fit und fetzig“ beim Delmenhorster TV richtet sich an übergewichtige Kinder und Jugendliche. Ein Ziel ist es, das Selbstbewusstsein der Sportler zu steigern.

Am Abend des 20. Juli, als der Deutsche Turner-Bund den DTV einmal mehr für herausragende Leistungen im Gesundheitssport ausgezeichnet hat, wurde erneut deutlich, welche wichtige Rolle dieser Bereich innerhalb des größten Delmenhorster Sportvereins spielt. Zu den geehrten Übungsleiterinnen gehörte auch Elke Riesmeier.

Die Ganderkeseerin, die seit 2004 als Trainerin beim DTV tätig ist und sich seit 2008 dem Reha-Sport widmet, leitet ein Bewegungsprogramm für übergewichtige Kinder und Jugendliche „Fit und fetzig“ heißt es. Jeweils mittwochs, 18 bis 19 Uhr, finden in der GraftTherme Spiele, Aquafit und Aquajogging statt. Freitags, 17 bis 18 Uhr, treffen sich die Leiterin, deren Helfer Katharina Riesmeier (18, von Anfang an dabei) und Nico von Rönn (19, seit drei Jahren dabei) sowie die Kinder und Jugendlichen in der Halle Am Stadtbad. Dort stehen Spiele auf dem Plan. Abstecher in die Graft, Fahrradfahren und Nordic Walking runden das Programm ab.

Das Reha-Programm umfasst 50 Stunden

Betreuender Arzt ist Dr. Johann Böhmann, Chefarzt am Klinikum Delmenhorst (Klinik für Kinder- und Jugendmedizin). Er leitet auch die Delta-Gruppe (Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kinder- und Jugendalter), in der Riesmeier für den Sport ständig ist.

Am Pogramm „Fit und fetzig“ beteiligen sich 15 Sportler. Sie werden durch das Internet und Mund-zu-Mund-Propaganda auf die Gruppe aufmerksam. Ferner geben Ärzte und Krankenkassen, die das Angebot kennen, Empfehlungen ab. „Das Reha-Programm umfasst 50 Stunden“, informiert Riesmeier.

Regelmäßige Teilnahme wichtig

Die von einem Arzt erstellte Verordnung ist unbedingt erforderlich. Auf regelmäßige Teilnahme legt die Übungsleiterin großen Wert. „Und wer nicht dabei sein kann, muss sich auf jeden Fall abmelden“, unterstreicht die 53-Jährige.

„Fit und fetzig“ dient nicht „nur“ der Gesundheit, denn die regelmäßige Bewegung, macht bekanntlich nicht nur körperlich, sondern auch geistig leistungsfähiger. „Fit und fetzig“ richtet auf – und das auch im übertragenen Sinne. Zum einen treten Fehlhaltungen der Wirbelsäule seltener auf. „Die Kinder können leichter eine aufrechte, gesunde Haltung einnehmen“, heißt es in einem Infoblatt. Andererseits sei es ein Ziel, so Riesmeier, das Selbstbewusstsein zu steigern.

Vielzahl von Bewegungsmöglichkeiten

Den übergewichtigen Kindern und Jugendlichen soll Spaß an einer Vielzahl von Bewegungsmöglichkeiten vermittelt werden. Dadurch werden sie selbstbewusster und trauen sich mehr zu. Dies, so betonen Experten, wirke sich auf den gesamten Alltag aus.

Und noch einen anderen Aspekt hebt Elke Riesmeier hervor: „Innerhalb der Gruppe lernen die Kinder und Jugendlichen auch, Rücksicht zu nehmen – die Größeren auf die Kleineren, die Jungs auf die Mädchen.“ Und mit einem Lächeln fügt sie hinzu: „Es entstehen auch Freundschaften.“