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Fußball-Bezirksliga 4:2 – VfL Stenum in Unterzahl wie entfesselt

Von Daniel Niebuhr | 20.03.2016, 21:22 Uhr

In Unterzahl besiegt der VfL Stenum das Bezirksliga-Schlusslicht Schwarz-Weiß Oldenburg mit 4:2. Bastian Morche und Julian Dienstmaier zelebrieren ein Konter-Festival.

Stenum. Über den Sportplatz in Stenum pfiff am Sonntagnachmittag ein bissiger Wind, Thomas Baake hatte also allen Grund, die Hände in den Taschen seiner schwarzen Trainingsjacke zu vergraben. Viel zu dirigieren gab es in den letzten Minuten des Bezirksligaspiels gegen Schwarz-Weiß Oldenburg glücklicherweise auch nicht mehr, seine VfL-Fußballer hatten den Sieg schon vor der Schlussphase gesichert. Einmal brauchte Baake seine Hände aber doch noch: Als er in der 88. Minute Bastian Morche auswechselte, applaudierte der Trainer demonstrativ und herzte den Spieler des Tages lange. Nachdem das Stenumer 4:2 (0:0) einige Minuten später offiziell war, nannte Baake den Auftritt des Mittelfeldspielers „genial“. Er und Kapitän Julian Dienstmaier hätten den Löwenanteil an diesem Erfolg gehabt.

Bruns fliegt vom Platz

Für einen nicht unerwarteten Heimsieg gegen das Schlusslicht war Baake ohnehin ziemlich stolz, was ihm nach diesen 90 Minuten aber niemand verdenken konnte. Von der 28. Minute an hatte der VfL in Unterzahl gespielt, nachdem Kristian Bruns sich nach rustikalem Foul am Mittelkreis eine – kurz gesagt – dämliche Gelb-Rote Karte abgeholt hatte. Mit einem Mann weniger konterten die Gastgeber hauptsächlich – und wie. In der 51. Minute brachte Kapitän Dienstmaier sein Team mit einem an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter in Führung, sieben Minuten später verwertete er einen Sensations-Pass von Morche zum 2:0. Der Vorlagengeber vollendete einen weiteren schnellen Angriff zum 3:0 (75.) und legte drei Minuten darauf Waldemar Kelm das 4:0 auf.

„Jede Woche hauen die Jungs wieder einen raus“

Die Oldenburger Tore in der Schlussphase durch Kevin Suhrkamp (82.) und Norbert Gutekunst (88.) störten Baake nicht mehr. Der „Arbeitssieg, wie er im Buche steht“ war der dritte Erfolg in Serie. Wohin es mit dem starken Aufsteiger, der Platz sechs untermauerte, noch geht, wusste der Trainer selbst nicht: „Jede Woche denke ich, jetzt leisten sich die Jungs vielleicht mal eine Schwächephase. Und jede Woche hauen sie wieder einen raus.“