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Fußball: Bezirksliga Abdin-Trainer Höttges vermisst die Weiterentwicklung

Von Klaus Erdmann | 06.04.2015, 17:30 Uhr

Andree Höttges, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des SV Tur Abdin Delmenhorst, ärgert sich über das späte Gegentor, das seinem Team im Heimspiel gegen den VfL Wildeshausen eine 1:2 (0:0)-Niederlage bescherte.

Andree Höttges bevorzugte nach dem 1:2 (0:0) seines SV Tur Abdin gegen den VfL Wildeshausen während der Kabinenansprache an seine Spieler eine Lautstärke, die dafür sorgte, dass die Worte auch außerhalb des Stadiongebäudes deutlich zu verstehen waren. Der Cheftrainer des Dritten der Fußball-Bezirksliga war nach dem 1:2 (0:0) gegen den VfL Wildeshausen, Nummer zwei, unüberhörbar sauer, um es mal so zu formulieren. Sauer, über das späte Gegentor, dass Kai Schmale nach glänzender Vorarbeit von Janek Jacobs in der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte. Und sauer über das „Wie“.

„Kurz zuvor waren wir im Angriff. Alle sind mitgelaufen. Die richtige Entscheidung können einige Spieler scheinbar nicht treffen“, kommentierte Höttges die spielentscheidende Szene. Anders gesagt: Der Coach hätte von seinen Schützlingen – angesichts der fortgeschrittenen Spieldauer – mehr Zurückhaltung erwartet. „Die Spieler“, fügte er hinzu, „sind selber schuld, dass sie nichts geerntet haben.“

Die Chance zur Ernte, das machte Höttges, der auch auf die Verletztenmisere verwies, deutlich, bestand: „Die Niederlage war nicht verdient. Wir haben das Spiel ausgeglichen gestaltet. In der ersten Hälfte gab es Vorteile für uns.“ Das sei auch der große Unterschied gegenüber dem 0:3, das Tur Abdin sechs Tage vor dem Rückspiel in Wildeshausen kassiert hatte, gewesen: „Im Hinspiel hat der VfL absolut dominiert.“

Höttges erinnerte an vorausgegangene Partien und sprach angesichts der Gegentore von einem „durchgehenden Prozess“. Der Trainer: „Man muss erkennen, dass Fußball auch etwas mit Einfachheit zu tun hat.“ Man müsse den Ball auch mal rausschlagen. Wildeshausen habe schließlich in der ersten Halbzeit, als es nicht so gut gelaufen sei, auch viele lange Bälle gespielt.

Sein Team, so Höttges habe Fehler gemacht, die ansonsten Jugendmannschaften passierten. „Die Art und Weise, wie wir Tore kassieren, hat mit Bezirksliga-Niveau nichts zu tun“, wählte der Trainer klare Worte. Er fügte hinzu: „Wenn man sich nicht weiterentwickelt, muss man sich fragen, woran es hapert.“ Auch über personelle Konsequenzen müsse nachgedacht werden, denn: „Wenn man sich nicht weiterentwickelt, kann man nicht vorankommen“. Und schließlich, so betonte Andree Höttges, sei es doch das Ziel, voranzukommen.